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Leben & Werk

Deutscher Schauspieler. Echter „Hamburger Jung“ und Volksschauspieler in der Tradition von Hans Albers, dessen kerniges Draufgängertum als Raubein, Jan Fedder mit knochentrockener Lakonie weiterführt. Jan Fedder ist aber auch ein populärer Fernsehschauspieler, der in über 400 TV-Produktionen seine norddeutsche Heimat bekannt gemacht und den TV- Serien „Großstadtrevier“ und „Neues aus Büttenwarder“ zu Kultstatus verholfen hat. Als Polizeikommissar bzw. als Bauer, steht er in beiden Serien seinen Mann und lässt sich nicht verbiegen. Fedder machte sich außerdem mit Charakterrollen einen Namen und spielte in der TV-Trilogie starker Sozialdramen nach Romanen von Siegfried Lenz den Bergungsinspektor, der in „Der Mann im Strom“ (2006) sein Taucherbuch fälscht, einen Kapitän, der in „Das Feuerschiff“ (2008) von Gangstern terrorisiert wird, und in „Die Auflehnung“ (2010) einen Fischmeister in der ökonomischen Krise. Fedder ist in Hamburg und Norddeutschland außerordentlich populär, weil er Bodenständigkeit nicht ausstellt, sondern lebt.

In der Krimiserie „Großstadtrevier“ (Studio Hamburg seit 1984; hervorgegangen aus der ersten regionalen Vorabendserie „Hamburg Transit“ von NDR und RB) begann Fedder in Folge 37 als Streifenpolizist Dirk Matthes, der im Lauf der Serie zum Kommissar befördert wird. In über 250 Folgen kümmert er sich um Ganoven, Kleinkriminelle, Verkehrssünder und kleine Leute im Hamburger Hafen, für die er ein großes Herz hat. Folge 300 wird 2011 als Western gedreht, in dem Fedder in die Fußstapfen von John Wayne und Clint Eastwood tritt. In „Neues aus Büttenwarder“ (NDR, seit 2001; hervorgegangen aus der regionalen Vorabendserie „Heimatgeschichten“, 1995-1999) liefert er sich als Bauer Kurt Brakelmann, der mit seinem Trecker spricht, komische Kämpfe mit Nachbar und Bauer Arthur „Adsche“ Tönnsen (Peter Heinrich Brix) und sorgt für Aufregung im stillen Dorf. Die Serie wird in Hoch- und Plattdeutsch (für die DVD-Editionen) aufgenommen.

Jan Fedder wurde 1955 in Hamburg als Sohn eines Kneipenbesitzers im Stadtteil St. Pauli und einer Revue-Tänzerin geboren. Der Vater schloss die Kneipe regelmäßig um 18 Uhr, damit der Sohn nicht zu viel vom Kiez mitbekam, doch gab es in Fedders Sturm-und-Drang-Jahren Begegnungen mit der Polizei. Mit sieben Jahren sang Fedder im Kirchenchor des Hamburger Michel, mit zehn begann er mit Ballettunterricht, wechselte ins Schauspiel und stand mit 13 Jahren erstmals auf der Bühne. Er spielte mit 19 im Kinder- und Jugendtheater „Klecks“ und im Ernst-Deutsch-Theater. Seine erste Fernsehrolle hatte Fedder 1968 in „Reise Dienst Schwalbe“. Einem größeren Publikum wurde er in Wolfgang Petersens Welterfolg „Das Boot“ (1981) als schnoddriger Bootsmann Pilgrim bekannt. In Fatih Akins Hamburger Heimatfilm „Soul Kitchen“ (2009) hat er als Herr Meyer vom Gesundheitsamt, einen denkwürdigen ungeschnittenen Gastauftritt und inspiziert die Kneipenküche.

Zu Fedders Gastauftritten in Serien gehören Rollen in „Tatort“, „Der Fahnder“, „Der Landarzt„, „Peter Strohm“ (mit Klaus Löwitsch), „Auf Achse“ (mit Manfred Krug), „Die Männer vom K3“, „Unsere Hagenbecks“, „Die Kinder vom Alster-Tal“ und „Inseln unter dem Wind“. Er bestieg drei Mal „Das Traumschiff“, war Müller Hinze im Märchenfilm „Der gestiefelte Kater“ (2009), Müllmann im Quotenhit „Meine Tochter und der Millionär“ (2009) und spielte den katholischen Pfarrer Steffener, der sich in „Die göttliche Sophie“ (2009) und „Die göttliche Sophie - Das Findelkind“ (2011), Wortgefechte mit der Haushälterin (Michaela May) liefert. 2011 ist er in „Ohne Gnade“, eine satirische Komödie um ein von Killern verfolgtes Damen-Trio, der Tattoo-Adler.

Jan Fedder wurde 2006 mit dem Deutschen Fernsehpreis für „Der Mann im Strom“ ausgezeichnet und las bei der Dankesrede ein selbst geschriebenes Gedicht vor. Autor Lenz sieht ihn als ideal für die Verkörperung seiner Figuren an. Er ist Ehrenkommissar von Schleswig-Holstein und Hamburg, Ehrenmitglied der Gewerkschaft der Polizei und Ehren-Alster-Schleusenwärter. 2005, 2008 und 2010 war er Beliebtester Schauspieler des Nordens (NDR-Wahl). 2007 war er Botschafter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Jan Fedder ist seit 2000 mit Anzeigenleiterin Marion verheiratet. Er spielt mit der Rockband Big Balls, die die CDs „Aus Bock“ (1998) und „Fedder geht’s nicht“ (2004) produzierte. Auf seinem restaurierten Bauernhof im Kreis Steinberg sammelt er Autos, Motorräder und Antiquitäten.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

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