James Nesbitt

James Nesbitt

Leben & Werk

Irischer Schauspieler und Serienstar. Charismatischer, vielseitiger und sich durch Energie, Dynamik und Hingabe an Rollen auszeichnender Schauspieler, war James Nesbitt in Filmen, die im irischen Bürgerkrieg spielen („Bloody Sunday„, „Five Minutes of Heaven„) der ideale Protagonist. In England wurde er in Serien von BBC und ITV zum Star, vor allem mit der populären Comedy-Serie „Cold Feet“ (1999-2003), die die verschiedenen Stadien der romantischen Beziehungen dreier Paare verfolgt. Seine Porträts von Journalisten und Polizisten („Murphy’s Law„) gelten als differenzierte Charakterstudien. Seit 2009 wandte sich Nesbitt vermehrt US-Produktionen zu, so im Teenie-Horrorfilm „Cherrybomb„, im Fantasy-Horrorfilm „Outcast“ (als Killer, der in die Zukunft schauen kann) und in Emilio Estevez‘ Familiendrama „The Way“. In Neuseeland war er irischer Seemann im Familiendrama „Matching Jack„. 2010 steht er mit Gerard Butler in Ralph Fiennes‘ Regiedebüt und Shakespeare-Adaption „Coriolanus“ vor der Kamera.

James Nesbitt wurde 1965 im nordirischen Ballymena, Country Antram, geboren und zog mit elf Jahren nach Coleraine, wo er die Schule besuchte, mit 15 Jahren abging und sich mit Jobs als Bingo-Ausrufer durchschlug. Er studierte Französisch auf Lehramt und ging auf Anraten eines Lehrers auf die Schauspielschule Central School of Speech and Drama in London, wo er als „Paddy“ (Spottname für Iren) aneckte, aber mit 22 Jahren abschloss. Auf vier Jahre Theaterarbeit folgte 1991 sein Kinofilmdebüt als Theateragent in der Komödie „Hear My Song„. Bis zum nächsten Kinofilm vergingen vier Jahre, er schlug sich mit Nebenrollen in Serien („The Adventures of Young Indiana Jones“) durch. Ab 1996 arbeitete er für Michael Winterbottom („Welcome to Sarajevo„), war Schweinefarmer Pig Pinn in „Lang lebe Ned Devine“, Frauenheld in „Women Talk Dirty“ und, in der ersten Hauptrolle 2001, Bankräuber und Ausbrecher in der Komödie „Lucky Break“.

International ein Name wurde Nesbitt in Paul Greengrass‘ halbdokumentarischem „Bloody Sunday“, Chronik des berüchtigten Derry Day am 30. Januar 1972, wo er als Protestant und Abgeordneter Ivan Cooper zwischen den Lagern steht. „Bloody Sunday“ gehört zu den im irischen Bürgerkrieg spielenden Filmen, in denen Nesbitt mitwirkte: Außerdem als Journalist in „Resurrection Man„, Paramilitär Angus „Mad Dog“ Billy Wilson in „The Most Fertile Man in England“, Politiker Walter Adair in „Wild About Harry“ und als auf Rache sinnender Bruder eines ermordeten Iren in Oliver Hirschbiegels „Five Minutes of Heaven“ (2009, mit Liam Neeson).

Nesbitt verkörperte Polizeibeamte in Woody Allens „Match Point“ und in der populären Serie „Murphy’s Law“ (BBC 2003-2007, als Undercover Detective Tommy Murphy). Er war Journalist in der Thriller-Serie „Midnight Man“ (ITV 2008), Irak-Kriegsheimkehrer in der Serie „Occupation“ (BBC 2009) und wird 2010 zum Ensemble der Ärzteserie „Monroe“ (ITV) gehören. Gerühmt wurde sein Pontius Pilatus in „The Passion“ (BBC 2008) und die Doppelrolle in „Jekyll“ (BBC 2007), die ihm Nominierungen für die Rose d’or von Montreux und den Golden Globe einbrachte.

Nesbitt wurde für „Cold Feet“ drei Mal mit dem British Comedy Award ausgezeichnet, für „Bloody Sunday“ mit dem British Independent Film Award und als Bester Darsteller auf dem Stockholm International Film Festival geehrt. Er ist Ehrendoktor der University of Ulster (2003) und seit 2010 deren Kanzler.

Nesbitt ist seit 1994 mit Sonia Forbes-Adam verheiratet, mit der er zwei Töchter hat. Er ist an mehreren karitativen Stiftungen beteiligt. (geh)

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