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Leben & Werk

Kaum ein Schauspieler hat wie James Fox derart viele Rollen als englischer Lord, Colonel oder König gespielt, als snobistischer Aristokrat, bornierter Grundbesitzer, sturer Militär oder gelassener Abgeordneter und Geheimdienstchef. Im krassen Gegensatz dazu stehen Gangster, die durch schwächliche Züge ungewöhnliche Töne in das Genre einbringen. Wenn in Filmen von James Ivory oder in Großproduktionen wie „Greystole“ bis zum letzten Knopfloch vornehme Adelige der Stiff-Upper-Lip-Liga zu besetzen sind, ist James Fox der ideale Darsteller. Er stammt aus einer bekannten Schauspielerfamilie, hatte einen sensationellen Durchbruch in „Der Diener“, schrieb in „Performance“ mit Mick Jagger Film- und Rockmusikgeschichte und nahm sich während einer Phase seines Lebens eine Auszeit von neun Jahren, bevor er zum Film zurückkehrte.

James Fox wurde 1939 in London als zweiter von drei Söhnen des Theateragenten Robin Fox und der Schauspielerin Angela Worthington aka Fox geboren; der häufig mit ihm verwechselte zwei Jahre ältere und härter wirkende Bruder Edward („Der Schakal“, „Gandhi“) ist Schauspieler, der jüngere Bruder Robert Produzent. Bevor Fox seine Ausbildung an der Central Scholl of Speech and Drama begann, war er Anfang der 50er-Jahre für kurze Zeit Kinderstar der Ealing Studios („Mrs. Miniver’s Story“, „“The Magnet“). Nach dem Militärdienst 1959-1961 wurde Fox in Joseph Loseys Meisterwerk „Der Diener“ (1963, Drehbuch von Nobelpreisträger Harold Pinter) gefeiert, wo er als entscheidungsschwacher Landlord nach und nach seinem Diener (Dirk Bogarde) ausgeliefert ist.

In den 60er-Jahren hinterließ er Spuren im Arthousekino und spielte in drei amerikanischen Produktionen („Ein Mann wird gejagt„, „King Rat„, „Modern Millie„). Seine Arbeit kulminierte 1969 in Nicholas Roegs „Performance“, wo er als gejagter Gangster Chas in den Einfluss des Rockmusikers Turner (Mick Jagger) und dessen Drogenexperimenten gerät. Privat war Fox durch den Stress der Filmarbeit, den Tod des Vaters und die Londoner Szene selbst dem Halluzinogen DMT verfallen. Nach Ende der Dreharbeiten kehrte er dem Filmgeschäft für neuneinhalb Jahre den Rücken und widmete sich in der evangelistischen Glaubensgemeinschaft „The Navigators“ karitativen Aufgaben.

1980 kehrte er zurück und war seitdem in über 30 Filmen präsent. Fox war Chef der sowjetischen Abteilung des britischen Geheimdienstes in der John-Le-Carré-Verfilmung „Das Russlandhaus“ (1991), gehörte zum Ensemble von David Leans „Reise nach Indien“ (1984) und James Ivorys Literaturverfilmungen „Was vom Tage übrig blieb“ und „The Golden Bowl“ (2000). Er spielte als Karenin Sophie Marceaus Ehemann in „Anna Karenina“ (1996), war der dänische König Harald in „Der Prinz & ich“ (2004), Gangster in „Sexy Beast“ (2001) und Mr. Salt in Tim Burtons „Charlie und die Schokoladenfabrik“ (2005).

Fox veröffentlichte 1983 die Erinnerungen „Comeback: An Actor’s Direction“. Er ist seit 1973 mit Mary Elizabeth Piper verheiratet, hat vier Söhne, darunter den Schauspieler Laurence Fox („The Hole“), und eine Tochter.

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