Leben & Werk

Sein berühmtester Film ist ein Film noir, seine Horrorfilme der 40er Jahre fallen durch ihre Atmosphäre rein suggestiven Terrors aus der Zeit heraus, und er drehte mit „Die Piratenkönigin“ 1951 einen der besten Piratenfilme, in dem eine Frau (Jean Peters, die damalige Ehefrau von Howard Hughes) als Anführerin der Freibeuter agiert. Jacques Tourneur (1904 - 1977), Sohn des französischen Regisseurs Maurice Tourneur (1876 - 1961), begann seine Regiekarriere noch in Frankreich, bevor er 1935 in die USA ging und erst für MGM, dann für RKO arbeitete, dem Studio, dem er bis in die 50er verbunden blieb. Mit dem Produzenten Val Lewton (1904 - 1951), der von seinen Mitarbeitern forderte, begabt und billig zu sein - und Tourneur war beides -, entwickelte er in den Horrorfilmen „Katzenmenschen“, „Ich folgte einem Zombie„, und „Der Leopardenmensch“ einen persönlichen Stil, der sich durch eine Atmosphäre ständiger Ungewissheit und über allem schwebender Angstzustände auszeichnet. Verstörende Licht- und Schattenspiele in der Art des Film noir lassen die Monster, die nicht im Bild zu sehen sind, als permanente Bedrohung erscheinen. Gewaltakte bleiben ausgespart, Morde werden nicht direkt gezeigt. In „Katzenmenschen“ spielt die Französin Simone Simon (im Remake von 1982 Nastassja Kinski) eine Kindfrau, die sich in einen Panther verwandelt, der „Zombie“-Film wirkt durch die Voodoo- Szenerie und nahm George A. RomerosDie Nacht der lebenden Toten“ (1969) teilweise vorweg. Tourneur erwies sich für RKO als begabter Genre-Regisseur, der Melodramen, Fantasy-Thriller, Kriegsfilme, Krimis (die David-Goodis-Verfilmung „Wenn die Nacht anbricht“), Western („Wichita“) und Wüstenfilme („Timbuktu“) gleichermaßen sicher in durchschnittlich 12 bis 18 Tagen Drehzeit realisierte. Tourneurs 1950 in Deutschland entstandener „Berlin-Express“ zeigt Nazis, die nach der Kapitulation weiter gegen den Frieden kämpfen. Der Horrorfilm „Der Fluch des Dämonen“ (1958) wurde gegen seinen Willen geändert, der Dämon, der nur in der Phantasie der Zuschauer existieren sollte, wurde in Nachdrehs eingefügt. In Europa drehte Tourneur mit „Die Schlacht von Marathon“ (1959, mit Steve Reeves) einen über dem Durchschnitt liegenden italienischen Antikfilm, und verabschiedete sich mit der Horrorkomödie „Ruhe Sanft-GmbH“ (im Stil der Poe-Filme von Roger Corman) und dem Fantasyfilm „Stadt unter dem Meer“ (1965) vom Film. In die Filmgeschichte eingegangen ist er als Regisseur des Film noir „Goldenes Gift“ (1947), in dem ein Detektiv (Robert Mitchum) an der Liebe zu einer Gangsterbraut zugrunde geht. In den letzten Jahren arbeitete Tourneur für das Fernsehen. Seine Filme wurden Ende der 70er Jahre wiederentdeckt als stilbewusste Genrefilme.

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News und Stories

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    Kino.de Redaktion  

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