Jacques Tati

Schauspieler • Regisseur • Drehbuchautor • Dirigent
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Leben & Werk

Mit nur fünf Spielfilmen ging der Regisseur und Darsteller Jacques Tati (eig. Jacques Tatischeff, 1907 – 1982) in die Filmgeschichte ein. In diesen Filmen entwickelte er als sein eigener Hauptdarsteller eine universell verständliche Körpersprache, kam anfangs mit wenig Dialog, später mit einzelnen Worten und Toneffekten aus. Den Anfang machte die rasante Geschichte des Dorfbriefträgers Francois, der in „Tatis Schützenfest“ die „rapidité“ des US-Postwesens in die Provinz tragen will und bei einem Dorffest zur Gemütlichkeit zurückfindet. Seine populärsten Filme wurden „Die Ferien des Monsieur Hulot„, in dem er als komischer Kauz mit dem Renault 2CV (die alte „Ente“) ans Meer fährt und in einem Strandhotel für Turbulenzen sorgt, und der mit dem „Oscar“ als bester ausländischer Film ausgezeichnete „Mein Onkel“, in dem er sich als titelgebender Onkel aus der Vorstadt mit Regenmantel, Pfeife und Regenschirm mit den Tücken eines supermodernen Hauses auseinandersetzen muss. Tatis liebenswerten, verträumten Helden verschlägt es angesichts der Technik die Sprache, was in „Playtime“, der ein finanzielles Fiasko wurde, in Hektik um ein Hochhaus umschlägt. Sein Monsieur Hulot steht wieder im Zentrum von „Trafic“ und bringt ein Campingauto zu einer Messe nach Amsterdam. Weil er von der französischen Industrie ins Abseits gestellt wurde, konnte er danach nur noch den Zirkusfilm „Parade“ realisieren. Viele seiner Gags benötigen wegen der rein choreografisch inszenierten Inhalte ein scharfes Auge des Zuschauers. Angefangen hatte Tati als Leistungssportler, Pantomime und Music-Hall-Artist, der sein Talent zur Unterhaltung entdeckte, als er bei Rugby-Club-Abenden auftrat. Tatis von feinsinnigem Humor durchzogene Filme gehören zu den Raritäten und Schätzen der Filmgeschichte.

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