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Leben & Werk

Als Darsteller Wegbegleiter der Nouvelle Vague und als Produzent treibende Kraft unabhängiger Spielfilme und ungewöhnlicher Dokumentarfilme, ist der 1941 in Paris geborene Jacques Perrin eine Ausnahmeerscheinung im europäischen Filmschaffen. Der Sohn einer Schauspielerin und eines Theaterregisseurs spielte bereits mit 15 Hauptrollen auf der Bühne und fiel als schöner Jüngling mit klaren Augen und melancholischem Blick, die an Jean-Pierre Aumont und Gérard Philipe erinnern, auf.

Mit jugendlichen Charme und einem eigentümlich poetisch-ruhigem Auftreten, das sein Markenzeichen wurde, war Perrin ab Ende der 50er Jahre im Spielfilm als „Matinee Idol“ tätig: jugendlicher Liebhaber von Claudia Cardinale in „Das Mädchen im Schaufenster“, jüngerer todgeweihter Bruder von Marcello Mastroianni in „Tagebuch eines Sünders“, von der Polizei gesuchter Mordzeuge in Costa-Gavras‘ „Mord im Fahrpreis inbegriffen“, mit Catherine Deneuve und ihrer Schwester Francoise Dorléac tanzender Matrose in Jacques Demys Musical „Die Demoiselles von Rochefort“ und engagierter Reporter in Costa-Gavras‘ Polit-Thriller „Z“, den Perrin koproduzierte. Zu seinen besten späteren Rollen gehören der enttäuschte Offizier in „Die Wüste der Tartaren“, der Weltumsegler in „Entscheidung am Kap Hoorn“ und der in seine Heimat Sizilien zurückkehrende, von Film- und Kinoerinnerungen überwältigte Regisseur in Giuseppe TornatoresCinema Paradiso„, den er koproduzierte.

Als Produzent mit seiner Firma Reggane Films, später Galatée Films, ist es Perrin häufig gelungen, die verschiedensten Partner unter einen Hut zu bringen. So im Fall von Gillo Pontecorvos Kriegsfilmchronik „Die Schlacht um Algier“ oder Jean-Jacques Annauds Debütfilm „Sehnsucht nach Afrika“, einer Satire auf die französische Kolonialpolitik im Ersten Weltkrieg. Zu Perrins ausgefallensten Produktionen gehören drei, die sich mit der Tierwelt befassen: „Das Volk der Affen“ (1986) beschreibt Leben und Verhalten verschiedener Affenarten, „Mikrokosmos - Das Volk der Gräser“ (Großer Preis der Technik Cannes 1996) begleitet, dem Tages- und Nachtablauf folgend, das Leben von Insekten auf einer südfranzösischen Wiese, und „Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel“ (2001) zeigt noch nie gesehene Aufnahmen von 44 Zugvögelarten in 25 Ländern der Erde, aufgenommen mit Spezialkameras. Perrin ist als Vorsitzender der für Förderungen zuständigen Kommission Avance sur Recettes filmpolitisch einflussreich.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

  • "Unsere Ozeane" kommt am 4. Februar 2010 in die Kinos

    Die französische Naturdokumentation „Unsere Ozeane“ kommt am 4. Februar 2010 in die deutschen Kinos. Die beiden Regisseure des Zugvögelfilms „Nomaden der Lüfte“ aus dem Jahr 2001, Jacques Perrin und Jacques Cluzaud, haben vier Jahre lang mit einem Team von Tauchern, Technikern und Wissenschaftlern die Unterwasserwelt und ihre Lebewesen beobachtet. Mit modernster Ausrüstung und Kameratechnik fingen sie Bilder mit Seltenheitswert...

    Ehemalige BEM-Accounts  

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