Jacqueline Bisset

Schauspieler
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Leben & Werk

Ihre Schönheit ist die der umworbenen „Belle de nuit“, aber sie ist trotz aller Bestätigung scheu und bewahrt ihre Geheimnisse. Jacqueline Bisset, eine über Jahrzehnte erotische und attraktive Schauspielerin mit einer Löwenmähne wie Rita Hayworth und dunkel changierenden Augen wie Elizabeth Taylor, bewies darstellerische Vielseitigkeit und Können auch ohne „Oscar“.

Bisset, 1944 in England geboren, fing mit 18 Jahren als Model an, arbeitete für das Fernsehen und fand kleine Rollen in britischen Filmen („Der gewisse Kniff„, „Casino Royale“). Der Durchbruch gelang ihr in den USA als Freundin von Steve McQueen in „Bullitt“ und als Stewardess in dem ersten „Airport“-Film. Seitdem pendelt Bisset zwischen den USA und Europa, wo sie in François TruffautsDie amerikanische Nacht“ als neurotischer Filmstar und in „Le Magnifique“ an der Seite von Jean-Paul Belmondo ihre besten Rollen fand. Kommerzielle Erfolge wurden das Schatzsucherdrama „Die Tiefe“ und das Biopic „Der große Grieche„, wo sie Jackie Kennedy-Onassis an der Seite von Anthony Quinn spielte. Ihre künstlerisch bedeutsamsten Filme sind „Reich und berühmt„, in dem sie als nymphomane Schriftstellerin auftrat, und John Hustons „Unter dem Vulkan„, in dem sie die Gattin des alkoholabhängigen Konsuls in Mexico spielte.

Seitdem war sie in vielen internationalen Produktionen („Rossini! Rossini!“, „Wilde Orchidee“) zu sehen und seit 1985, als sie die „Anna Karenina“ spielte, erst vereinzelt, dann seit Ende der 1990er-Jahre vermehrt auch in TV-Arbeiten (Mutter von Christus in „Jesus“, Mutter von „Jeanne d‘ Arc“). Bissets komische Möglichkeiten („Anthony das Kindermädchen“, „Scenes from the Class Struggle in Beverly Hills„) wurden nie richtig ausgelotet, mit Ausnahme der Meisterköchin in „Die Schlemmerorgie„.

Im Jahr 2000 war sie beim Untergang des Titanic-Schwesterschiffes „Britannic“ als wohlhabende Witwe Lady Lewis mit an Bord. Als Restaurantbesitzerin verantwortete sie in „Latter Days“ das lange erwartete Happy-End eines schwulen Paars, und 2004 erschien sie als schwarze Witwe mit einem dunklen Geheimnis in Klaus Menzels Kinodebüt „Fascination“. 2006 setzte Jacqueline Bisset als klassisch veranlagte Tanzlehrein Monique Delacroix ihre für Hip-Hop begeisterte Schülerin in „Save the Last Dance 2“ enormen Druck aus. Nach Auftritten in einigen „Nip/Tuck„-Episoden sah man sie in dem überraschend spannendem Thriller von Stephen Tolkin „Nora Roberts - Lilien im Sommerwind“ als Mutter eines ermordeten Mädchens.

Bisset, die 2001 mit dem CineMerit Award in München ausgezeichnet wurde, erhielt 2009 den DIVA World Movie Award. Bereits 1980 erfolgte die Gründung ihrer Produktionsfirma „Jacquet Productions“. Die Schauspielerin, die auch die Patin von Angelina Jolie ist, war mit Michael Sarrazin, dem Tänzer Alexander Godunov und dem Schauspieler Vincent Perez liiert.

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