Isabelle Adjani

Isabelle Adjani

Leben & Werk

Unter den großen französischen Charakterdarstellerinnen ist die 1955 geborene Isabelle Adjani der unangefochtene Star, der sich auf Jahre rar machen kann und sein Auftreten in der Öffentlichkeit wohl dosiert. Mit ihren schwarzen Haaren, dunkelblauen Augen und einer Traumfigur so attraktiv wie selbstbewusst, war Adjani die jüngste je an der Comédie Française tätige Schauspielerin und wurde 1974/75 über Nacht mit der Komödie „Die Ohrfeige“ und als in den Wahnsinn treibende Tochter Victor Hugos in François Truffauts „Die Geschichte der Adèle H.“ berühmt. Bis auf wenige Ausnahmen suchte sie sich ihre Rollen sicher und geschickt aus und verbuchte fast ausschließlich Publikumserfolge, den größten mit „Ein mörderischer Sommer„, für den sie den „César“ als beste Schauspielerin erhielt. Adjani ist die einzige Schauspielerin, die den „César“ drei Mal gewann: außer für „Sommer“ noch für „Possession“ und für ihre Rolle der Bildhauerin „Camille Claudel„, ein Film, den sie mit ihrer eigenen Produktionsgesellschaft realisierte. Adjanis Frauen umgibt meist eine Aura des Geheimnisvollen, sie sind romantisch-leidenschaftlich, müssen sich gegen die Männerwelt durchsetzen und erleben intensive Auseinandersetzungen mit ihren Vätern. Ihr größter künstlerischer Triumph war die von Michel Serrault als Privatdetektiv durch Europa gejagte, bildschöne, schizophrene Mörderin in Claude Millers Film noir „Das Auge“. Mit „Die Bartholomäusnacht“ von Patrice Chereau bewies Adjani, dass sie eine ebenso gute Ensembleschauspielerin ist, die auch in Komödien („Feuer und Flamme“) besteht. Sie wendet sich öffentlich gegen den Rassismus im Land und trat 1990 in den TV-Hauptnachrichten öffentlich der Rufmordkampagne, sie habe Aids, entgegen. Adjani hat einen Sohn und von Daniel Day-Lewis eine Tochter. Adjani ist einflussreich in verschiedenen französischen Filmgremien tätig und gewann mehrfach Darstellerpreise in Cannes, wo sie zum 50. Jubiläum des Festivals Präsidentin der Internationalen Jury war.

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