Isabel Coixet

Producerin • Regisseurin • Drehbuchautorin • Cutterin • Kamerafrau
Isabel Coixet Poster
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Leben & Werk

Spanische Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Mit den Spielfilmen „Mein Leben ohne mich„, „Das geheime Leben der Worte„, „Elegy – Die Kunst zu lieben“ und „Map of the Sounds of Tokyo“ hat die spanisch-katalanische Regisseurin und Drehbuchautorin Isabel Coixet nach eigenen Büchern und literarischen Vorlagen vier der ungewöhnlichsten Liebesdramen des Kinos inszeniert. In allen geht es um die Frage nach dem Wagnis Leben, dem Risiko Beziehung und dem Mut zur offenen Kommunikation. Coixets junge Frauen werden aus ihrem gewohnten Lebenszusammenhang gerissen, erleben in Begegnungen mit teils wesentlich älteren Männern, gefährdete Zeiten des Glücks und versuchen sich in Doppelexistenzen.

So erstellt Ann (Sarah Polley), als sie in „Mein Leben ohne mich“ (2003) von ihrem bevorstehenden Krebstod erfährt, eine Liste mit Dingen, die sie noch erledigen muss und begegnet dem Mann ihrer Träume (Mark Ruffalo). Die schwerhörige Hanna (Sarah Polley), unfreiwillige Krankenschwester auf einer Bohrinsel, nähert sich in „Das geheime Leben der Worte“ (2005) einem Arbeiter (Tim Robbins) an, der traumatisiert ist wie sie, und gelangt, nachdem alte Wunden aufgebrochen sind, auf schmerzhafte Weise zur Normalität zurück. In „Elegy“ (2008, nach Philip Roth) scheitert die Liebe eines gealterten Literaturprofessors (Ben Kingsley) zu einer Studentin (Penelope Cruz), weil er sich nicht komplett auf diese Liebe einlässt. In „Maps of the Sounds of Tokyo“ (2009) führt eine Fischmarktverkäuferin (Rinko Kikuchi) in Tokio ein Doppelleben als Auftragskillerin, soll in Barcelona den Lover einer Selbstmörderin töten und wird aus der Ferne von einem Toningenieur (Sergi Lopez) beobachtet.

Isabel Coixet wurde 1962 in Sant Adrià de Besòs geboren, studierte Geschichte an der Universität in Barcelona, wo sie mit einem M.A. abschloss, arbeitete für die Filmzeitschrift „Fotogramas“, stieg mit 19 Jahren als Texterin in die Werbebranche ein, entwarf kreative Spots für British Telecom, Pepsi, Renault, Ford, Ikea und Kronenbourg und wurde Chefin der JWT-Agentur, der Target-Agentur und der Agentur Eddie Saeta, die für ihre Spots mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. 2000 gründete Coixet ihre Firma Miss Wasabi Films, mit der sie Dokumentarfilme und Werbespots produziert.

Trotz einer Goya-Nominierung für Coixets Spielfilmerstling „Too Old to die Young“ (1988), vergingen sieben Jahre bis zum nächsten Film, dem in einer langen Nacht spielenden Drama „Was ich Dir noch nie erzählt habe“ (1996, mit Lili Taylor und Andrew McCarthy). Auf den Historienfilm „A los que aman“ (1998) folgte, von Pedro Almodóvars Firma El Deseo produziert, „Mein Leben ohne mich“, mit dem sie international ihren Durchbruch feierte. Coixet inszenierte mehrere Kurzfilme, so das Segment „Bastille“ des Episodenfilms „Paris, je t’aime“ (2006).

Isabel Coixet wurde mit 30 Filmpreisen ausgezeichnet, darunter 2004 der Goya für das Beste Original-Drehbuch („Mein Leben ohne mich“) und 2006 vier Goyas für „Das geheime Leben der Worte“ (Film, Regie, Produktion, Originaldrehbuch). „Map of the Sounds of Tokyo“ erhielt 2009 den Großen Preis der Technik in Cannes.

2004 veröffentlichte Coixet die autobiografischen Essays „Das Leben ist ein Drehbuch“.

Isabel Coixet ist 2010 mit Bigas Luna und Martin Patino für die Gestaltung des Spanischen Pavillons der World Expo in Shanghai zuständig.

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