Leben & Werk

Ihr durchdringender Blick gleicht dem einer zornigen Göttin, die in ihrer Leidenschaft herausgefordert wurde, und sie bewegt sich in einer schlangenhaften Art, als hätte das Haupt der Medusa sie umschlungen. Der mythologische Vergleich hat seine Basis in den tragischen Heldinnen, die die griechische Schauspielerin Irene Papas (eig. Irene Lelekou, geb. 1926) mehrfach gespielt hat, vor allem in der Euripides-Trilogie des Regisseurs Michael Cacoyannis, wo sie Elektra („Elektra“), Helena („Die Troerinnen“) und Klytemnästra („Iphigenia“) war. International fiel die neben Melina Mercouri bekannteste griechische Schauspielerin mit der Rolle der von den Dorfbewohnern gesteinigten Witwe in „Alexis Zorbas“ auf. Nach dessen Erfolg spielte die schwarzhaarige Schönheit, die seit 1951 im Film tätig war und bereits in US-Filmen („Mein Wille ist Gesetz“) mitgewirkt hatte, vermehrt in italienischen („Zwei Särge auf Bestellung“, „Roma Bene“) und stargespickten Ensemblefilmen („Blutspur“, „Mohammed, der Gesandte Gottes„) sowie im Fernsehen („Moses“). Zu ihren bedeutenden Rollen gehören die tyrannische Großmutter in „Erendira“ sowie zwei Filme von Francesco Rosi: in „Chronik eines angekündigten Todes“ war sie eine der für den Tod des jungen Mannes verantwortlichen Dorfbewohnerinnen, und in „Christus kam nur bis Eboli“ war sie eine Bergbäuerin in Italiens Süden, die in Gian Maria Volonté verliebt ist, ihn aber wegen der Dörfler nicht zum Geliebten macht. Sie war auch die herrische Gangsterchefin in John Landis‘ „Kopfüber in die Nacht„. Angefangen hatte die an der Königlichen Schauspielschule in Athen ausgebildete Papas als Sängerin und Tänzerin.

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