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Leben & Werk

Van Bergen zählte in den 50er- und 60er-Jahren zu den bedeutendsten deutschen Schauspielerinnen und sie tritt bis heute vor die Kamera, wenn auch häufiger in TV-Produktionen. Die hübsche blonde Frau mit ihrem herben Charme und ihrer rauchigen Stimme verkörperte am Anfang ihrer Karriere häufig provozierende, wenn nicht halbseidene Charaktere. In ihrer Darstellung wirkte sie resolut und hatte durchaus ein komisches Talent. Sie spielte die Lissy in „Rosen für den Staatsanwalt“ (1959), Gertrud Hartmann in „Der eiserne Gustav“ (1958) und Lyra Schöppke in „Des Teufels General“ (1955).

Ingrid van Bergen wurde 1931 in Danzig geboren. Bei Kriegsende bedeutete dies für das junge Mädchen Flucht vor der Roten Armee - ein Großteil ihrer Klassenkameraden starb beim Untergang der Wilhelm Gustloff. Später besuchte sie die Staatliche Hochschule für Musik in Hamburg, Abteilung Schauspiel, und war Mitbegründerin des politisch- satirisch-musikalischen Kabaretts „Die kleinen Fische“. Neben zahlreichen Bühnenauftritten stand sie seit Mitte der 50er-Jahre immer wieder vor der Filmkamera. Parallel sang sie Chansons und schrieb Kurzgeschichten und Gedichte. Dann sorgte ein privates Ereignis für Schlagzeilen: 1977 erschoss sie im Affekt ihren Lebensgefährten Klaus Knaths und kam ins Gefängnis. Nach knapp fünfjähriger Haftzeit wurde sie wegen guter Führung entlassen, konnte aber nicht nahtlos an ihre Karriere anknüpfen. Sie lebte längere Zeit auf Mallorca und betrieb eine Tierfarm, die sie später in die Lüneburger Heide verlegte.

Ihre erste Filmrolle hatte Ingrid van Bergen wohl in „Bildnis einer Unbekanten“ (1954). Sie spielte 1958 in „Der Maulkorb“ und „Wir Wunderkinder„. „Wir Kellerkinder“ und „Das kunstseidene Mädchen“ folgten 1960. In „Genosse Münchhausen“ (1962) gab sie die Betty Altmann. Ferner entstanden „Katz und Maus“ (1967) und unvermeidliche Produktionen wie „Grimms Märchen von lüsternen Pärchen“ (1969). In „Die Dollarprinzessin“ (1971) war sie die Dora und in „Horror Vacui“ (1984) spielte sie eine Journalistin. 1995 folgte „Pakten“, 2000 „Heirate mir!“ und 2003 „Der alte Affe Angst„. Van Bergens vorerst letzter Film war die TV-Produktion „Schön, dass es dich gibt“ (2005).

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