Ingrid Thulin

Schauspieler • Regisseur
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Leben & Werk

Die in mehreren Filmen von Ingmar Bergman spielende schwedische Schauspielerin Ingrid Thulin, geboren 1929, ist mit ihrem Schmollmund und den fordernden Augen eine der sinnlichsten Frauen des europäischen Films, die als tuberkulosekranke Schwester von Gunnel Lindblom mit ihrer Masturbationsszene in Bergmans „Das Schweigen“ (1963) Aufsehen erregte. Ebenso erotisch und für damals freizügig ist ihre Liebesszene mit Yves Montand in Alain Resnais‘ „Der Krieg ist vorbei“ (1965). Erneutes Aufsehen erregte sie in Luchino Viscontis „Die Verdammten“ (1968), indem sie als Stahlbaronin von Essenbeck mit ihrem Sohn (Helmut Berger) schläft. Sie sperrt Lino Ventura 1974 buchstäblich ein in „Der Ehekäfig“ und propagiert in Marco Ferreris „Das Haus der Freuden“ 1991 Sex im Altersheim. Thulin, die in ihren Filmen, seien es schwedische oder internationale Produktionen, zwischen extremer körperlicher Lust und psychischen Konflikten pendelte, ist eine der interessantesten Charakterdarstellerinnen Europas. Ein Großteil ihrer Arbeit ist dem Theater und dem Fernsehen gewidmet.

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