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Leben & Werk

Deutsche Schauspielerin und Chansonsängerin, die anfangs bei Rainer Werner Fassbinder Nebenrollen spielte und sich zuerst in Paris als Sangeskünstlerin etablierte. Ingrid Caven ließ mehr als andere Darsteller in den Filmen von RWF, mit dem sie von 1970-1972 verheiratet war, die Kunstfigur durchschauen, das an Greta Garbo und Marlene Dietrich angelehnte divenhaft Verruchte, Verträumte und Verschmähte von Frauen, die am Rande des Wahnsinns stehen, die exaltiert und weltabgewandt zugleich durch die Welt driften und schrille Töne anschlagen. Sie ist die unerreichbar große Liebe in „Händler der vier Jahreszeiten„, Statistin in „Warnung vor einer heiligen Nutte“, schreiendes Mädchen in „Die niklashauser Fahrt“ und Nachtclub-Sängerin in „Mutter Küsters‘ Fahrt zum Himmel“, ihre einzige Hauptrolle bei RWF.

Caven will sich nicht als Fassbinder-Diva festlegen lassen, ist in Filmen wie „Looping“ und „Die wilden Fünfziger“ zu sehen, gibt ein Gastspiel in der TV-„Krimistunde“ (1983) und beginnt 1982 zunächst beim Hörfunk eine zweite Karriere als Chansonsängerin. In Paris wird sie gefeiert, als neue Lili Marleen gehandelt und kann mit wochenlang ausverkauften Programmen, die auch in Berlin ihr Publikum finden, als „Callas des europäischen Cabaret“ Erfolge feiern.

Caven erhielt 1981 das Filmband in Gold für ihre Rolle der Rummelplatzsängerin, die in „Looping“ abgeschoben wird und am Ende das Ehepaar, das den Selbstfahrer betreibt, erschießt.

2001 wird Caven literarisch in „Ingrid Caven“ von Jean-Jacques Schuhl, der seit den 70er-Jahren mit ihr zusammenlebt und Texte für ihre Programme schrieb, verewigt. Das mit dem Prix Goncourt ausgezeichnete Buch entwickelt aus der Beschreibung von Cavens Leben ein Panorama der Bundesrepublik der 60er- und 70er-Jahre.

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