Imelda Staunton

Imelda Staunton

Leben & Werk

Britische Charakterdarstellerin, bekannt von Bühne, Film und Fernsehen. Mit ihren 1,52 Meter Körpergröße ein Energie- und Temperamentbündel, wurde die britische Charakterdarstellerin Imelda Staunton zunächst mit komischen Rollen bekannt, trat in populären Filmen von Kenneth Branagh und Ang Lee in Nebenrollen auf und feierte Triumphe, als sie für ihre Rolle der im London der 50er-Jahre helfenden Hausfrau und Engelmacherin in Mike Leighs “Vera Drake” (Goldener Löwe Venedig) rekordverdächtige 17 mal ausgezeichnet sowie für Oscar und Golden Globe nominiert wurde. Als biestige Fachbereichsleiterin machte sie Oscar-Preisträgerin Hilary Swank in “Freedom Writers” (2007) das Leben ebenso zur Hölle, wie als neue Lehrerin Professor Dolores Jane Umbridge Zauberlehrling Harry Potter in “Harry Potter und der Orden des Phoenix” (2007).

Imelda Staunton führt Leistungen ganz bescheiden auf die Stärke ihrer Regisseure zurück und äußert sich ungern zu sozialen und politischen Themen (“Ich bin nicht Susan Sarandon, muss nicht die Trommel rühren.”). Sie ist Nervensäge mit Plappermaul (“Sinn und Sinnlichkeit”), wieselflinke Hofdame, die sich ihr dralles Mieder zurechtrückt (“Viel Lärm um nichts”) und clever besorgte Amme (“Shakespeare in Love“).

Imelda Staunton wurde 1956 in London als einziges Kind irischer Einwanderer geboren und besuchte die Klosterschule La Sainte Union Convent in Camden, wo sie bei einer Theateraufführung von einer Sprachtrainerin entdeckt wurde und von den Eltern die Erlaubnis erhielt, mit 17 Jahren an der Royal Academy of Dramatic Arts ausgebildet zu werden. Danach zog sie sechs Jahre über Provinzbühnen, spielte klassische Rollen (Shakespeare; Tschechows “Onkel Wanja“), moderne Figuren (Yasmine Rezas “Drei mal Leben”) und Musicals (“Ab in den Wald”) und wurde 1992 Mitglied des Londoner National Theatre. Sie wurde zwei Mal mit dem Laurence Olivier Award (1985 und 1991) ausgezeichnet und fünf Mal für ihn nominiert. Durch die TV-Serie “Up The Garden Path” (BBC 1990-1993) ist sie britischen Zuschauern ein Begriff.

Nach kleineren Rollen im Fernsehen (Krankenschwester in “The Singing Detective“, 1986) gab ihr Beeban Kidron 1991 die Hauptrolle als frustrierte Jane in der Komödie “Antonia & Jane“. Staunton war häufig in Filmen von Kenneth Branagh (Ehefrau von “Doctor House”, Hugh Laurie in “Peter’s Friends“, Hofdame in “Viel Lärm um Nichts”) und an der Seite von Emma Thompson (“Sinn und Sinnlichkeit”, “Eine zauberhafte Nanny“, 2005) zu sehen, gehörte zur Clique um Andie MacDowell in “Crush – Heiraten für Fortgeschrittene” (2001) und gab ihren Einstand im Actionkino als Botschafterin in dem 2006 auf Island gedrehten Steven-Seagal-Thriller “Shado”w Man – Botschafter des Todes”.

Imelda Staunton wurde für “Vera Drake” als Beste Darstellerin in Venedig 2004, mit dem BAFTA Award, dem Europäischen Filmpreis und Preisen der Filmkritiker von London, New York, Toronto u.v.a. ausgezeichnet.

Imelda Staunton ist seit 1985 mit dem Schauspieler Jim Drake (“Shakespeare in Love”) verheiratet und hat eine Tochter. Ihre Idole: Bette Davis, Vivien Leigh und die Schriftstellerin und Menschenrechtlerin Maya Angelou.

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