Ilse Werner

Schauspielerin
Ilse Werner Poster

Leben & Werk

Zwischen 1938 und 1945 entwickelt sich Ilse Werner zum Star des deutschen Films. In dieser Zeit verkörperte sie in zirka 35 Filmen die immer unbeschwerte und fröhliche junge Frau, die beim Publikum gerade in Kriegszeiten ankam. Auch als Sängerin und Kunstpfeiferin feierte Werner Erfolge: Seit „Wir machen Musik“ (1942) war sie die „Frau mit Pfiff“. Nach dem Krieg konnte sie kaum an ihre alten Erfolge anknüpfen, auch wenn das Berufsverbot, das wegen ihrer Beteiligung an NS-Durchhaltefilmen ausgesprochen wurde, bald wieder aufgehoben wurde.

Am 11. Juli 1921 wurde die Schauspielerin unter dem Namen Charlotte Still in Batavia, dem heutigen Jakarta geboren. Ihre Mutter war Deutsche, ihr Vater ein wohlhabender Holländer. 1930 übersiedelte die Familie nach Frankfurt am Main. Ilse erlernte die Schauspielerei am berühmten Max-Reinhardt-Seminar in Wien und gab sich den Künstlernamen Werner, den Mädchennamen ihrer Mutter. 1937 folgte ein Engagement am Theater in der Josefstadt. Schon ein Jahr später übernahm sie ihre erste Filmrolle. Nun folgten zahlreiche Kinofilme sowie häufige Auftritte in der Radiosendung „Wunschkonzert„. Von 1948 bis 1953 war Ilse Werner mit einem amerikanischen Journalisten verheiratet und lebte in Los Angeles. Von 1954 bis 1966 war sie mit dem Leiter des Nürnberger Tanzorchesters, Niessen verheiratet. In einigen Kino- und TV-Filmen hat Werner bis zum Jahr 2000 noch mitgewirkt und zahlreiche Platten verkauft. Zuletzt lebte sie jedoch verarmt und zurückgezogen in einem Lübecker Altenheim. Sie starb am 8. August 2005 an den Folgen einer Lungenentzündung. Der Star zahlreicher UFA-Filme wurde auf eigenen Wunsch in der Nähe der Babelsberger Studios beigesetzt.

„Die unruhigen Mädchen“ (1938) brachte die erst 17-jährige Werner an der Seite von Theo Lingen und Hans Moser erstmals vor die Kamera. In Willi Forsts „Bel Ami“ spielte sie 1939 eine höhere Tochter. 1940 entstanden „Bal paré“ und „Wunschkonzert“, ein musikalischer Propagandafilm, der Ilse Werner endgültig zum nationalen Star machte. 1941 spielte sie mit großem Erfolg die Sopranistin Jenny Lind in „Die schwedische Nachtigall“. 1943 entstand „Münchhausen„, ein Jahr später „Große Freiheit Nr. 7“ – in beiden Filmen zeigte die Mimin ihr Können an der Seite von Hans Albers. In den 50er-Jahren folgten beispielsweise Auftritte in „Königin einer Nacht“ (1951), der Operettenverfilmung „Der Vogelhändler“ (1953) und „Ännchen von Tharau“ (1954). Werners letzter großer Kinofilm war „Die Hallo-Sisters“ (1990), für den sie das Filmband in Gold erhielt.

Filme und Serien

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