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Rettungswagen musste vorfahren: Filmvorführung in Berlin sorgt für ohnmächtige Zuschauer!

Author: Marek BangMarek Bang |

Ildikó Enyedi Poster
© Inforg-M&M Film Kft.

In Berlin ging am vergangenen Wochenende die 67. Berlinale zu Ende und der ungarische Beitrag „On Body and Soul“, zu Deutsch „Körper und Seele“, wurde mit dem begehrten Goldenen Bären ausgezeichnet. Da es sich vordergründig um einen Liebesfilm handelt, verwundert es doch sehr, dass einigen Zuschauer bei der Vorführung so schlecht wurde, dass sie ärztlich behandelt werden mussten.

Normalerweise sind es gewalttätige Horrorfilme, perfide Thriller oder allzu offenherzige Erotikfilme, die für einen Skandal im Kino sorgen. In diesem Fall ist es allerdings ein wenig anders, denn zu diesen Genres lässt sich Ildikó Enyedis diesjähriger Berlinale-Gewinner „On Body and Soul“ sicher nicht zählen. Die unkonventionelle Liebesgeschichte begleitet den schwierigen Weg zweier Menschen, die durch einen gemeinsamen Traum miteinander verbunden sind. Ohne sich zuvor gekannt zu haben, sind sie zwar durch diesen Traum aneinander gebunden, in der Realität fällt es ihnen jedoch schwer, sich dem Gegenüber zu öffnen. Die Realität ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Schlachthaus und darin liegt eine erste Begründung für die Ausfälle des Publikums.

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Der freie Journalist Nico Schmolke setzte den Tweet während der Vorführung von „On Body and Soul“ ab. Einigen Zuschauern wurde vom Geschehen auf der Leinwand offenbar so schlecht, dass sie eine Fortführung der Sichtung nicht mehr aushielten und unter körperlichen Beschwerden litten. Ob das nun an den sehr expliziten Darstellungen des Arbeitsalltags der beiden Hauptprotagonisten liegt oder an einer späteren Szene, die wir aus Gründen der Spoiler-Vermeidung nicht näher beschreiben möchten, bleibt dahingestellt. Fest steht allerdings, dass Regisseurin Ildikó Enyedi die Schlachtungen verschiedener Tiere als einen zentralen Punkt in ihrer unkonventionellen Liebesgeschichte mit eindeutigen Bildern verarbeitet. Das schmeckt natürlich nicht jedem.

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