Iggy Pop

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Leben & Werk

Die Ikone des amerikanischen Punkrock, Iggy Pop, kommt unter dem bürgerlichen Namen James Newell Osterberg Jr. am 21. April 1947 in Muskegon im Bundesstaat Michigan als Sohn eines Lehrerehepaares zur Welt. Seine musikalische Laufbahn beginnt er als Schlagzeuger in verschiedenen High-School-Bands, von denen eine den schönen Namen The Iguanas trägt. Auf diese Weise zu seinem Spitznamen gekommen, wechselt er 1965 zu den Prime Movers und durchstreift danach unter anderem als Begleitmusiker von Buddy Guy und Junior Wells das schwarze Blues-Territorium der Vereinigten Staaten. 1967 kehrt er nach Muskegon zurück und gründet unter dem Einfluss der Doors die psychedelische Band The Stooges. Die ersten Platten verkaufen sich schlecht, obwohl die Arbeit der Stooges heute als Zündfunke der amerikanischen Punkbewegung gilt. Iggy, der sich nun zunächst Iggy Stooge, später Iggy Pop nennt, gerät durch den Konsum diverser harter Drogen immer wieder in Schwierigkeiten, und als sich die Band 1974 trennt, muss der inzwischen ins Sangesfach gewechselte Musiker in eine neuropsychiatrische Klinik eingewiesen werden. Nach einer langen Rekonvaleszenzphase startet Iggy eine Solo-Karriere. Als die LP „Kill City“ 1977 erscheint, befindet sich Iggy Pop bereits mit seinem Freund David Bowie auf dessen „Station To Station“-Tournee. Nach deren Ende produziert er unter der Regie Bowies (der später den Iggy-Song „China Girl“ zu einem Welthit macht) in Berlin sein eigentliches Comeback: „The Idiot“ (1977) überzeugt Fans und Kritik mit wohl geordnetem Chaos – ebenso wie das noch im selben Jahr erschienene „Lust For Life“. Im Verlauf der Achtziger wird Iggy Pop nach anfänglichen Verkaufsschwierigkeiten zu einer festen Größe im Rockzirkus und gewinnt mit Alben wie „Blah-Blah-Blah“ (1986) oder dem messerscharfen „Instinct“ (1988) eine immer größere internationale Fangemeinde. Auch die Platten der Stooges erfreuen sich in diesem Zusammenhang einer späten Nachfrage. Nebenbei entdeckt der mittlerweile drogenfreie und zum Asketen mutierte Musiker (ähnlich wie Kumpel Bowie) seine Begabung als Schauspieler. In „The Color Of Money“ ist er 1987 an der Seite von Paul Newman zu sehen. Auch Underground-Regisseur Jim Jarmusch engagiert den schrägen Vogel für seine Schwarzweiß-Streifen. In den Neunzigern wird Iggy Pop zunehmend als „Godfather Of Punk“ gehandelt und profitiert dadurch von der grassierenden Grunge-Mania. Das Album „American Caesar“ (1993) wird auch hier zu Lande von der Kritik bejubelt. Pop, der immer schon mit einer Vielzahl verschiedenster Musiker zusammengearbeitet hat (etwa Ex-Sex-Pistol Steve Jones), veröffentlicht 2003 „Skull Ring“, für welches unter anderen Sum 41, Green Day und die Trolls ins Studio geladen werden. Im selben Jahr erweckt er die Stooges zu neuem Leben. Neben den Brüdern Scott und Ron Ashton umfasst die Neuauflage auch den für den verstorbenen Dave Alexander eingesprungenen Mike Watt an der Bassgitarre. Zusammen mit Madonna, Little Richard und Bootsy Collins tritt Iggy 2005 in einem Werbespot für Motorola auf. Im selben Jahr beginnen die Dreharbeiten zu einem biografischen Film über sein Leben, in dem der neuseeländische Hobbit-Darsteller Elijah Wood die Hauptrolle spielt. Das nach dem wohl bekanntesten Iggy-Song benannte Werk „The Passenger“ soll 2006 in die Kinos kommen.

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