Sasha Baron Cohen empört ganze Stadt

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Ehrenbürger von Grimsby wird der Comedy-Superstar in diesem Leben nicht mehr …

Hat es sich der ganzen Stadt Grimsby verscherzt: Sacha Baron Cohen. Bild: Kurt Krieger

Zuckrige Postkartenmotive, rustikale Baudenkmäler, ein beeindruckender Hafen und immer eine frische Meeresbrise in der Nase: Die nordenglische Küstenstadt Grimsby ist ohne Zweifel eine Reise wert und jeder ist herzlich eingeladen. Bis auf Sacha Baron Cohen.

Der Comedian, als „Borat„, „Brüno“ und „Diktator“ immer für Scherze jenseits aller Geschmacksgrenzen gut, ist in Grimsby eine unerwünschte Person. Wegen „Grimsby„. So heißt sein neuer Film, eine von Sony Pictures produzierte James Bond-Parodie.

Der Film zeigt die pittoreske Stadt nämlich als heruntergekommenes Loch, mit Gärten wie Müllhalden, Autos auf Ziegelsteinen und geplünderten Läden. Auch die Einwohner werden wenig vertrauenerweckend portraitiert: Sie urinieren dauerbesoffen aus den Fenstern und Mütter verteilen Bierdosen an Straßenkinder.

Immerhin: Auch Penelpoe Cruz kommt nach Grimsby

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Eine Chance, sich zu wehren, hatten die braven Leute von Grimsby nicht. Der Star und seine Crew zogen die Stadt nämlich unbemerkt vor den Toren Londons in den Schmutz. Dort diente ein Dorf als graffitiverschmiertes Double. Die Stimmung in Grimsby als „not amused“ zu beschreiben, wäre stark untertrieben: „Es ist eine aufstrebende Gegend und wenn das der erste und vielleicht letzte Eindruck ist, den die Welt von Grimsby bekommt, kotzt mich das an“, schimpft ein Bürger in der Tageszeitung „The Grimsby Telegraph“, die nun fleißig wütende Einwohner interviewt.

Die Hauptrolle im Agentenklamauk hat Mark Strong („Zero Dark Thirty„) als Geheimagent, der die Unterstützung seines heruntergekommenen Bruders (Cohen) benötigt. Zum Ensemble von „Grimsby“ gehört auch Isla Fisher, die Frau des Comedians, außerdem sind Penelope Cruz, Ian McShane und Rebel Williams dabei. Regie führt der französische Filmemacher Louis Leterrier („Now you see me„).

Grimsby ist nicht die erste britische Stadt, deren Image von Sacha Baron Cohen eingedellt wurde. Nachdem er 2002 als Möchtegern-Gangster Ali G. in die Ortschaft Staines eingefallen war, entschloss man sich dort zu einer Radikallösung. Der Ort heißt jetzt Staines-Upon-Thames. Ob auch Grimsby eine Namensänderung braucht, zeigt sich im Sommer 2015, wenn Cohens Werk in die Kinos kommt.

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