Humphrey Bogart

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Leben & Werk

Der zuerst von Jean-Paul Belmondo in „Außer Atem“ zärtlich „Bogey“ genannte Humphrey Bogart (1899-1957) war eine der Ikonen des klassischen Hollywood-Kinos. Seine Gangster und Detektive, Soldaten und Abenteurer zeichneten sich durch eine raue Schale, Ironie und schlagfertigen Zynismus aus, hinter denen sich oft verletzte Romantik oder die Sensibilität vom Leben gebeutelter Charaktere verbergen, die alle ohne Ausnahme durch eine harte Schule gegangen sind. Kern der Legende war das Melodram „Casablanca“, der Kultfilm, in dem Bogart den einsamen, sich an seinem Whiskey-Glas festhaltenden Barbesitzer Rick Blaine verkörperte, der durch seine ehemalige Geliebte (Ingrid Bergman) zum Widerstandskampf gegen die Deutschen animiert wird. Mindestens so bedeutend waren „Haben und Nichthaben„, in dem es zwischen Bogart und seiner 19-jährigen Partnerin Lauren Bacall, die im Film debütierte und seine vierte Frau wurde, vor erotischer Energie knisterte. Bogart musste über zwanzig Nebenrollen durchstehen, bis er als Dashiell Hammetts Detektiv Sam Spade in „Die Spur des Falken“ schlagartig berühmt wurde. Der Star des Warner Brothers Studios übertraf diese Leistung noch, wieder an der Seite von Lauren Bacall, als Raymond Chandlers Detektiv Philip Marlowe in Howard Hawks‘ „Tote schlafen fest“ („Come into my Boudoir“), einem der Meisterwerke des Film noir, der Schwarzen Serie Hollywoods. Bogarts Lieblingsregisseur war John Huston, für den er unter anderem den desillusionierten Goldsucher in „Der Schatz der Sierra Madre“ spielte und der ihm mit der Rolle des alkoholseligen Kapitäns in „The African Queen“ 1952 zum Oscar verhalf. Bogart, auch politisch gegen den McCarthy- Ausschuss des Senats mutig aktiv, kultivierte im Privatleben das Leinwandimage des „tough guy“ mit dem Spruch „The world is three drinks behind“ und starb an Kehlkopfkrebs.

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