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Geständnis bei „Bares für Rares“: ZDF bestätigt Betrugs-Vorwürfe

Author: Susan EngelsSusan Engels |

Bares für Rares - Die Trödel-Show mit Horst Lichter Poster
© ZDF

Eigentlich könnte es für Horst Lichter und seine Trödelshow „Bares für Rares“ nicht besser laufen. Die Quoten gehen seit Jahren durch die Decke und selbst das junge Publikum zeigt sich von den Händlergefechten, Expertisen und dem alten „Nippes“ hellauf begeistert. Wären da nur nicht die anhaltenden Vorwürfe und Skeptiker, die immer wieder an der Echtheit der Sendung zweifeln. Jetzt gab das ZDF kleinbei und hat bestätigt, was viele bereits vermutet haben.

Fans von „Bares für Rares“ hatten sich schon häufiger gefragt, ob bei der Kultshow denn nun wirklich alles echt sei. Erst vor wenigen Wochen wurden Vorwürfe des Goldhändlers Ahmed Abou-Chakar publik, welche sich auf die Menschenmassen bezogen, die im Hintergrund der Show auf ihre Expertise warten. Der Händler soll sich anfangs lediglich gefragt haben, wo diese überhaupt herkommen und schlussendlich sogar die Aussage getroffen haben, dass alles gestellt sei. Das ZDF dementierte und beteuerte in einem Post auf Facebook, dass sich auch die Zuschauer in der Eingangshalle mit ihren Objekten bewerben müssen. Nach erneuten Vorwürfen von Bild.de ruderte der Sender allerdings schnell wieder zurück und überraschte mit einem Geständnis.

Komparsen bei „Bares für Rares“

Im Zuge eigener Recherchen des Boulevardmagazins wurde ein Gesuch des ZDF aus dem vergangenen September veröffentlicht, welches auf einem Komparsen-Portal geschaltet worden war. Dort suchte der Sender nach Statisten, die für eine Gage von 50 Euro am Dreh teilnehmen und dafür mit Requisiten ausgestattet werden. Das Gesuch bezog sich offensichtlich auf die Menschenschlange, die in jeder Folge im Hintergrund zu sehen ist. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, reagierte nun ein Sprecher des Senders auf die Vorwürfe und gab zu: „Aus rein pro­duk­tio­nel­len Grün­den wer­den im Bild­hin­ter­grund auch Kom­par­sen einge­setzt“. Auch wenn diese nie Teil der Expertise und Verkaufsprozesse seien, würden sie dennoch zeitliche Flexibilität mitbringen und dem Sender im Gegensatz zu den echten Bewerben frei zur Verfügung stehen.

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Fast gescheitert: So wurde Horst Lichter Moderator bei „Bares für Rares“

Nach diesem Geständnis wird jetzt natürlich spekuliert, ob der Rest der Show ebenfalls fingiert ist und auch die anderen Bewerber von einer Komparsenagentur kommen. Auch ist unklar, weshalb das ZDF die bereits seit längerer Zeit im Raum stehenden Vorwürfe zuvor vehement dementierte.

Selbst wenn diese Meldung einige Zuschauer enttäuschen dürfte, wird der Vorfall dem Erfolg der Sendung sicherlich keinen Abbruch tun. Mit über 220 produzierten Sendungen pro Jahr und Marktanteilen von weit über 20 Prozent beim Gesamtpublikum wird Horst Lichter das Lachen und das Trödeln so schnell nicht vergehen.

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