Plakate überall in L.A., ganzseitige Anzeigen in den Fachmagazinen und Werbespots im Fernsehen: Mitte Januar sind die Promo-Kampagnen für Oscar-verdächtige Filme bereits voll im Gange.

Geben ist seliger denn nehmen: Morgan Freeman Bild: Buena Vista

Doch Darsteller Morgan Freeman rührt nicht etwa für seinen eigenen Beitrag die Werbetrommel. Der Edelmime fordert stattdessen einen Goldjungen für die Konkurrenz.

Freeman ist im von der Kritik hoch gelobten Boxerdrama „Million Dollar Baby“ mit von der Partie. Regisseur Clint Eastwood ist darin auch in der Hauptrolle als alternder Coach Frankie Dunn zu sehen, der eben seinen besten Schützling verloren hat.

Da tritt Hilary Swank als Nachwuchs-Fighterin Maggie Fitzgerald auf den Plan, die von Dunn trainiert werden will. Dunn weigert sich zunächst, eine Frau zu coachen, wird dann aber von seinem langjährigen Vertrauten und Leiter der Trainingshalle überredet. Diesen Part spielt Morgan Freeman. Er gilt dafür als heißer Kandidat für den Nebenrollen-Oscar.

Jede Stimme zählt

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Darauf angesprochen, gab’s von Freeman Überraschendes zu hören:

„Ich glaube, dass Hilary für die Hauptrolle und Clint für den Regie-Oscar gute Chancen haben, ich drücke ihnen die Daumen. Bei mir glaube ich es nicht… oder Moment, vielleicht doch, ich werde ja wenn, dann nicht als Hauptdarsteller, sondern als Nebendarsteller nominiert. Bei den Hauptdarstellern hätte ich nämlich keine Chance: Ich habe ‚Ray‚ gesehen und ich sage Ihnen: Wenn Jamie Foxx damit nicht der sichere Sieger ist, gibt’s keine Gerechtigkeit! Ich werde für ihn stimmen!“

Letzteres ist übrigens keine leere Floskel, denn Freeman ist tatsächlich wahlberechtigtes Mitglied der Academy. Was allerdings sein Chef und Kollege Clint Eastwood davon hält, ist fraglich. Angeblich darf auch er für seinen Auftritt auf eine Nominierung als Hauptdarsteller hoffen, nachdem er letztes Jahr für „Mystic River“ dank Peter Jackson knapp am Regie-Preis vorbeigeschlittert war.

Freeman selbst war auch schon drei mal nominiert: 1988 als Nebendarsteller in „Glitzernder Asphalt„, 1990 und 1995 als Hauptdarsteller in „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ und „Die Verurteilten„. Vielleicht klappt’s für den Ausnahmekönner ja im vierten Anlauf.

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