Herbert Ross

Producer • Regisseur

Leben & Werk

Ursprünglich Choreograf, wurde der amerikanische Regisseur Herbert Ross berühmt durch eine Reihe von Filmen, in denen er große Schauspielerensembles dirigieren konnte, sowie durch Filme, in denen Frauen Hauptrollen spielen. So sind Julia Roberts, Dolly Parton, Olympia Dukakis, Shirley MacLaine, Darryl Hannah und Sally Field in „Magnolien aus Stahl“ ein unschlagbares Sextett, das mit Klatsch, Köpfchen und Charakter ein Südstaatendorf regiert. Herbert Ross, geboren 1927, kam über den Broadway zum Film, choreografierte zwei Musikfilme um den englischen Pop-Star Cliff Richard und in Hollywood die Musiknummern für „Dr. Doolittle“ (mit Rex Harrison) und „Funny Girl“ (mit Barbra Streisand). Sein Sinn für Farbkompositionen à la Vincente Minnelli machte aus seinem Regiedebüt „Goodbye, Mr. Chips“ (1969, mit Peter O’Toole) ein verkanntes Musical. Mit Barbra Streisand entstand die Screwball Comedy „Die Eule und das Kätzchen„, in der Streisand als nervige, herzige und chaotische Hure ihren Zimmernachbarn, einen Schriftsteller (George Segal), fast in die Verzweiflung treibt. Ross war einer der Regisseure, die Streisands komisches Potenzial sicher einsetzen konnten, auch in dem unter einem schwachen Drehbuch leidenden „Funny Lady“, der Fortsetzung von „Funny Girl“. Nach Woody Allens Theaterstück „Mach’s noch einmal, Sam“ entstand mit sicherem Timing für komische Szenen und ausgeprägtem Rhythmusgefühl die gleichnamige Verfilmung um einen neurotischen Filmkritiker (Allen), die gleichzeitig eine Hommage auf Bogart und „Casablanca“ ist, und in der Ross seine Vorliebe für fließende Übergänge, die weite zeitliche und räumliche Entfernungen bei kontinuierlichem Dialog überbrücken, voll zum Tragen brachte. Ross inszenierte George Burns und Walter Matthau als „Die Sunshine Boys“, Nicol Williamson als drogensüchtigen Meisterdetektiv in „Kein Koks für Sherlock Holmes“ und Anne Bancroft und Shirley MacLaine als alternde, rivalisierende Tänzerinnen in „Am Wendepunkt“, der beiden „Oscar“-Nominierungen brachte. Den „Oscar“ als bester Hauptdarsteller gewann Richard Dreyfuss in „Der Untermieter“, nach einem Stück von Neil Simon. In den 80er Jahren fiel Ross mit dem Teenager-Tanzfilm „Footloose“ auf, in dem sich Kevin Bacon und Lori Singer auf einem Weizenfeld ein Duell mit Traktoren liefern. Ross arbeitete mit Goldie Hawn („Protocol“), Whoopi Goldberg und Drew Barrymore („Kaffee, Milch und Zucker„) und Steve Martin, der in „My Blue Heaven“ (1991) eine Mambo-Tanznummer hinlegt. Seiner Vorliebe für Choreogafien konnte er in „Giselle - Dancers“ (mit Mikhail Baryshnikow) und in dem Biopic „Nijinsky“ nachgehen.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

  • Regisseur Herbert Ross verstorben

    Der Kameramann und Regisseur Herbert Ross ist am Dienstag im Alter von 74 Jahre gestorben. Bekannt wurde er durch die Filme Funny Girl mit Barbra Streisand und Steel Magnolias mit Julia Roberts. Ross begann seine Karriere 1950 am Broadway als Tänzer und wechselte später ins filmschaffende Geschäft über. In den 70ern führte er bei Woody Allen’s Film Play it Again Sam Regie. Fünfmal arbeitete er mit dem Drehbuchautor...

    Kino.de Redaktion  

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