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Helke Sander

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter

Leben & Werk

Konsequent feministische Filmautorin, die die Prämisse, das Private sei das Politische und umgekehrt, in ihren Spiel- und Dokumentarfilmen umsetzt. Helke Sander spielte in der Trilogie „Redupers - Die allseitig reduzierte Persönlichkeit“ (1977), „Der subjektive Faktor“ (1980) und „Der Beginn aller Schrecken ist Liebe“ (1983) selbst die Hauptrollen. Sie inszenierte bissig, selbstironisch und auch plakativ, immer aber pointiert und präzise und erzählte frech und witzig von den Problemen und Schwierigkeiten von Frauen aus der linksintellektuellen feministischen Szene und deren Mühen, Liebe, Sexualität, Kinder und Berufsalltag zu meistern oder zumindest zu vereinbaren.

Sander wurde 1937 in Berlin geboren, lebte jahrelang in Finnland, wo sie studierte und Theaterstücke inszenierte, und gehörte 1966 zum ersten Jahrgang der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und zum „Aktionsrat zur Befreiung der Frauen“ (aus elitär chauvinistischer Bevormundung durch Männer). Sie begann mit Kampagnenfilmen gegen den Verleger Axel Springer („Brecht die Macht der Manipulateure“) und „Flugblattfilmen“, die u.a. für Kindertagesstätten und für die Streichung des Paragraphs 218 (Abtreibung) agitierten. 1974 gründet sie die einzige feministische Filmzeitschrift Europas „Frauen und Film“ und gibt sie bis 1981 heraus. Als „Sozialistin und Feministin“ ohne Arbeit, schuf Sander mit Kolleginnen diese Netzwerke, unterstützt vom „Internationalen Forum des Jungen Films“ der Berlinale, wo alle ihre Arbeiten gezeigt wurden.

Nach ihrer feministischen Trilogie beteiligte sich Sander am Episodenfilm „Felix“, der als Satire auf Männer gedacht war, an der Sander, Helma Sanders-Brahms, Margarethe von Trotta und Christel Buschmann scheiterten. Köstlich dagegen „Die Deutschen und ihre Männer“, ein satirischer Fernsehfilm als Doku-Fiction über Männer in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. 1991/92 wurde ihr Dokumentarfilm „Befreier und Befreite“, der auch in Buchform erschien und das Thema der Massenvergewaltigungen deutscher Frauen durch alliierte Soldaten bei Kriegsende thematisiert, kontrovers diskutiert, erwies sich aber als prophetisch und Werk vor der Zeit. Sanders‘ Road Movie „Dazlak“ (1997) lief weder im Kino noch im Fernsehen, der Dokumentarfilm „Dorf“ (2000) nach Mitternacht im mdr. „Muttertier Muttermensch“ (1999) geht den Veränderungen der Frauen/Mutter-Rollen über die Jahrzehnte nach.

Filme und Serien

Videos und Bilder

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