Die Königin der Charakterrollen trifft auf den König der Action-Groteske. Auf das mittelalterliche Ergebnis kann man nur gespannt sein.

Quentin Tarratino sieht in Helen Mirren seine Queen Bild: Concorde/Kurt Krieger

Sie gilt als eine der größten Schauspielerinnen Hollywoods – und zugleich als eine der interessantesten Frauen: Helen Mirren. Mit 19 Jahren war sie die jüngste Schauspielerin, die jemals in die ehrwürdige „Royal Shakespeare Company“ aufgenommen wurde. Sie galt Jahrzehnte als „Symbol für Sexualität“, wie sie es selbst gerne bezeichnet – und wurde 2007 für die Verkörperung von Elizabeth II. in „Die Queen“ mit dem Oscar geehrt. Jetzt könnte ihr das Vergnügen zuteil werden, mit dem angesagtesten – und abgefahrensten Regisseur Hollywoods zusammen zu arbeiten: Quentin Tarantino. Der sucht nämlich für sein nächstes Projekt nichts weniger als eine Königin – und scheint Dame Helen Mirren als seine Idealbesetzung zu betrachten.

Das behauptet zumindest die britische Sun auf ihrer Website und zitiert einen anonymen Insider: „Helen hat noch nie mit Tarantino gearbeitet – aber sie ist durchaus interessiert. Falls der Film zustande kommt, wird sie wahrscheinlich einen Part übernehmen.“ Dabei soll es sich um einen echten Tarantino handeln: mit Blut, Gewalt – und einer wild fluchenden Queen im mittelalterlichen England. Drastische Szenen und ebensolche Sprache können eine Hellen Mirren aber kaum schrecken. Dafür hat die heute 64-jährige schon in Filmen wie „Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber“ oder Tinto Brass‘Caligula“ zu viele Tabubrüche hinter sich. Alle ohne Bedauern, versteht sich.

Melen Mirren hasst Mainstream

Obwohl… Eine Sache würde die Britin heute am liebsten ungeschehen machen: ihr Tattoo. Natürlich nicht aus Gründen der alterskonservativen Denkungsart. Eher im Gegenteil: „Ich war damals sehr, sehr betrunken. Es passierte vor langer Zeit, als nur Matrosen, Hell’s Angels und Sträflinge tätowiert waren. Ich beschloss, mich tätowieren zu lassen, weil es das Schockierendste war, das mir einfiel. Jetzt bin ich angewidert weil es so gewöhnlich geworden ist. Was für mich völlig inakzeptabel ist.“ Also nicht zu provokant – sondern nicht provokant genug. Bei so einem Statement müsste Quentin Tarantino doch das Herz aufgegangen sein. Dem ist bekanntlich auch nichts provokant genug. Nicht mal Hitler über die Klinge springen zu lassen, wie in seinem grandiosen „Inglourious Basterds

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