Auch John Goodman bereichert das Projekt über ein finsteres Kapitel Hollywoods - und der ganzen USA.

Immer eine schauspielerische Wucht: John Goodman Bild: Kurt Krieger

Dalton Trumbo war einer der besten Drehbuchautoren, die Hollywood zu dem gemacht haben, was es heute ist. Zwei Oscars waren der Lohn für sein Mühen - und für knapp ein Jahr Gefängnis, Arbeitsverbot und alle Repressalien, die dem mächtigen Komitee für unamerikanische Umtriebe Ende der Vierziger-Jahre zur Verfügung standen. Denn Dalton Trumbo war nicht nur einer der besten Autoren - er war auch einer der aufrechtesten. So gehörte er zur Gruppe der Hollywood Ten, die sich unter Berufung auf die amerikanische Verfassung weigerten, vor dem Ausschuss auszusagen und andere zu diskreditieren. Und die dann mit den Folgen ihrer Zivilcourage leben mussten …

Die unter dem Titel „Trumbo“ geplante Verfilmung von Regisseur Jay Roach scheint etliche Hochleister Hollywoods anzuziehen: Erst konnte „Breaking Bad„-Star Bryan Cranston für die Titelrolle gewonnen werden, später meldete noch Helen Mirren Interesse an. Die soll die Rolle der damaligen Schauspielerin und Gesellschaftskolumnistin Hedda Hopper übernehmen, die während der McCarthy-Ära zahlreiche angeblich kommunistisch angehauchte Kollegen denunzierte.

Solide Verstärkung

Jetzt stößt noch ein echtes Schwergewicht dazu: John Goodman. Der soll angeblich den Hollywood-Produzenten Frank King spielen - einen der wenigen, die Dalton Trumbo in den Zeiten seines Berufsverbots weiterhin die Treue gehalten und mit Aufträgen unter einem Pseudonym unterstützt haben. Auch „Roter Staub“ wurde von ihm 1957 produziert - einer der Film, für die Dalton Trumbo den Oscar verliehen bekam. Allerdings erst 1975 - fast 20 Jahre nach der Uraufführung und ein Jahr vor seinem Tod.

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