Mit dem Erstlingswerk gleich eine Chance auf den wichtigsten Filmpreis der Welt!

Heiße Oscar-Kandidaten: Alejandro González Iñárritu für "Babel" und das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" Bild: Kurt Krieger / Buena Vista

Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck darf sich freuen: Sein feinfühliges Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ ist für den Oscar als Bester nicht englischsprachiger Film nominiert. Dabei stehen die Chancen auf einen Sieg bei der Verleihung am 25. Februar sogar ausnehmend gut, da die Kritikerlieblinge „Babel“ und Clint Eastwoods auf Japanisch gedrehtes Kriegsdrama „Letters from Iwo Jima“ überraschend nicht in dieser Kategorie, sondern gleich als Bester Film nominiert wurden.

So sieht auch das wahlberechtigte Academy-Mitglied Roger Michell, Regisseur der Erfolgskomödie „Notting Hill„, gute Siegchancen: „‚Das Leben der Anderen‘ ist für mich fast ein perfekter Film - dabei ist es ein Erstlingswerk! Es ist ein wunderbarer, wunderbarer Film, der jede Anerkennung verdient.“ Beobachter räumen dem Film auch deshalb gute Chancen ein, weil sich die von Ulrich Mühe eindringlich dargestellte Hauptfigur vom Fiesling zum Helden wandelt - das kommt den amerikanischen Sehgewohnheiten entgegen.

Showdown zwischen Marty und Clint

Ansonsten ist bei den Nominierungen das beeindruckende Drama „Babel“ des Mexikaners Alejandro González Iñárritu der große Gewinner. Ganze sieben Goldjungs könnte es für die philosophische Weltreise rund um die Tücken menschlicher Verständigung geben - darunter in den Königskategorien Bester Film und Beste Regie.

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Bei den Hauptdarstellern gilt Forest Whitaker für „The Last King of Scotland“ als Favorit, überraschend kam hier die Nominierung für Will Smith in „Das Streben nach Glück„. Bei den Damen machen Dame Judi Dench für „Tagebuch eines Skandals“ und Golden-Globe-Gewinnerin Helen Mirren als „Die Queen“ den Oscar wohl unter sich aus.

In den Königsklassen Beste Regie und Bester Film deutet viel auf eine Revanche zwischen Clint Eastwood für „Letters of Iwo Jima“ und Martin Scorsese für „Departed: Unter Feinden“ hin, die 2004 mit „Million Dollar Baby“ und „Aviator“ um die Oscars rangen. Damals holte Eastwood alle wichtigen Preise wie Bester Film, Regie und Hauptdarstellerin, „Aviator“ wurde mit Nebenkategorien wie Ausstattung und Kostüm abgespeist - „Marty“ ging wieder einmal leer aus. Dass dies einem der größten Regisseure seiner Generation nicht schon wieder passieren kann, gilt als sicher.

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