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Auslands-Oscar für "Das Leben der Anderen"

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© A.M.P.A.S.

Florian Henckel von Donnersmarck konnte es nicht fassen. Sichtlich gerührt nahm er den Oscar für den deutschen Beitrag „Das Leben der Anderen“ entgegen.

Unser Mann in Hollywood: Florian Henckel von Donnersmarck Bild: © A.M.P.A.S.

Bei der Verleihung der 79. Academy Awards standen in der Kategorie Bester nicht englischsprachiger Film alle Zeichen auf „Pans Labyrinth„. Schon im Vorfeld galt Guillermo Del Toros düsteres Fantasymärchen bei den Buchmachern als Favorit. Als dann am 25. Februar im Kodak Theatre auch noch die Preise in den Bereichen Make-up, Ausstattung und Kamera an „Pans Labyrinth“ vergeben wurden, war der Oscar für „Das Leben der Anderen“ umso überraschender.

Das Stasi-Drama, der erste Spielfilm des 33-jährigen Henckel von Donnersmarck, wurde bereits mit dem Deutschen und Europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Der Regisseur hatte in den letzten Wochen in den USA kräftig die Werbetrommel für sein Werk gerührt und sich über die Resonanz des Kinopublikums gefreut. Zuletzt konnte sich Caroline Link 2003 mit „Nirgendwo in Afrika“ über den Auslands-Oscar freuen.

Marty flippt aus

In der Königskategorie Bester Film ging der Goldjunge an den Gangsterfilm „Departed - Unter Feinden„. Martin Scorsese, an dem der Preis immer wieder vorbeigegangen war, erhielt endlich den Award für die beste Regie. Der Hollywood-Veteran war völlig aus dem Häuschen und kontrollierte schnell noch einmal den Umschlag mit dem Namen des Gewinners, ehe er die Trophäe unter Standing Ovations von seinen Kollegen Steven Spielberg, George Lucas und Francis Ford Coppola entgegennahm. Mit weiteren Preisen für das beste adaptierte Drehbuch und den besten Schnitt war „Departed: Unter Feinden“ mit insgesamt vier Oscars der Abräumer des Abends.

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Bei den Gewinnern in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und -darstellerin gab es keine Überraschungen. Helen Mirren, die wie erwartet für ihr beeindruckendes Porträt von Königin Elisabeth II. in „Die Queen“ geehrt wurde, widmete ihren Preis der Monarchin. Für Favorit Forest Whitaker wurde der Traum seiner Kindheit wahr, als ihm Reese Witherspoon die Auszeichnung für seine intensive Darbietung als Diktator Idi Amin in „Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht“ überreichte.

Gleichmäßig aufgeteilt

Newcomerin Jennifer Hudson, die in der Sparte Beste Nebendarstellerin als „Dreamgirl“ Favoritin war, darf jetzt tatsächlich einen Goldjungen ihr Eigen nennen. Die Academy-Mitglieder verliehen auch den Oscar für den besten Ton an die swingende Verfilmung des Broadway-Musicals. Ebenfalls zwei Preise heimste die Familienkomödie „Little Miss Sunshine“ ein. Alan Arkin bekam für seinen schrulligen Opa den Award für den besten Nebendarsteller, zudem wurde Autor Michael Arndt für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet. Alejandro González IñárritusBabel“ war zwar für insgesamt sieben Oscars nominiert, doch schließlich ging nur die Trophäe für die beste Filmmusik an das Ensembledrama.

Moderatorin Ellen DeGeneres führte auffallend gemäßigt durch den Abend, offensichtlich ganz so, wie es sich die Veranstalter nach den frechen und sarkastischen Auftritten ihrer Vorgänger Chris Rock und Jon Stewart gewünscht hatten. Auch sonst gab es bei den 79. Academy Awards keine großen Eskapaden.

Der Oscar wird grün

Leonardo DiCapriowww.oscar.com bietet sie unter der Rubrik „go green“ Tipps zur Energieeinsparung an.

Ganz nach diesem Motto kürten die Entscheider in Hollywood Davis Guggenheims Film „Eine unbequeme Wahrheit“ über Gores unermüdlichen Ökofeldzug gegen die Klimaerwärmung zur besten Dokumentation. Einen weiteren Oscar vergaben sie an Melissa Etheridges dazugehörigen Filmsong „I Need to Wake Up“. Ein netter Versuch, dieser Weckruf.

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