Heinz Bennent

Schauspieler
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Leben & Werk

Mit seiner Rolle als Theaterdirektor in Paris, der in Francois Truffauts „Die letzte Metro“ die Kriegsjahre im Keller seines Hauses verbringt, und von seiner schönen Ehefrau (Catherine Deneuve) versorgt wird, hat sich Heinz Bennent ebenso bleibenden Kinoruhm erworben, wie mit seinen Rollen in Volker SchlöndorffsDie verlorene Ehre der Katharina Blum“ (als Dr. Blorna) und in „Die Blechtrommel“ (als SA-Mann Albrecht Greff).

Der 1921 in Stolberg bei Aachen geborene Mime, der aus der Hitler-Jugend ausgeschlossen wurde und nach dem Schulabschluss die Schlosserlehre abbrach, wurde nach dem Krieg einer der großen Theaterschauspieler, der auf vielen internationalen Bühnen arbeitete und zeitweise in Frankreich beliebter und bekannter war als in Deutschland. Bennents Schauspielkunst ohne Star-Ruhm bewirkte, dass er sich, obwohl er auch im Fernsehen unverwechselbare Rollen gestaltete (Kafkas „Die Verwandlung“), nicht in Serien oder schwachen Filmen verschliss. Seine Art, die Vokale zu singen und die Worte kunstvoll rollend zu artikulieren, machen seinen Sprachduktus einmalig. Im Film war er außerdem in Ingmar Bergmans „Das Schlangenei“ (als Wissenschaftler), in der Ibsen-Verfilmung „Die Wildente“, in Margarethe von Trottas „Schwestern oder die Balance des Glücks“, in Claude Gorettas „Der Tod des Mario Ricci“ (an der Seite von Gian Maria Volonté) und in „Im Jahr der Schildkröte“ zu sehen. Er ist der Vater von Anne Bennent (geboren 1963) und David Bennent (geboren 1966), der den Oskar Matzerath in der Günter-Grass-Verfilmung „Die Blechtrommel“ spielte. Beide Kinder sind in die Fußstapfen ihres Vaters getreten – das Talent stammt wohl auch von Bennents Ehefrau, der französischen Tänzerin Paulette Renou.

Am 12. Oktober 2011 verstarb Heinz Bennent im Alter von 90 Jahren in seiner Schweizer Wahlheimat.

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