Hayao Miyazaki

Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter • Filmanimateur
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Leben & Werk

Um die Relationen zu verdeutlichen: In Japan steht sein Meisterwerk „Prinzessin Mononoke“ hinter „Titanic“ auf der Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. John Lasseter, der Regisseur von „Toy Story„, sagte über seinen japanischen Kollegen: „Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht von dem profitiere, was ich beim Ansehen seiner Filme gelernt habe.“ Die Disney-Regisseure von „Mulan“ bezeichnen ihn als ihren „Gott“.

Animationsregisseur Hayao Miyazaki wurde 1941 in Tokio geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und Politologie, gab aber seiner eigentlichen Begabung nach und arbeitete seit 1963 in den Toei-Trickfilmstudios. Dort wurde er schnell Chefanimator und war u.a. an der „Schatzinsel“-Adaption (1971) und an der weltweit erfolgreichen TV-Serie „Heidi“ beteiligt. 1978 gab er sein Regiedebüt mit einer „Conan“-Trickfilmserie und wurde 1984 mit seinem dritten Film „Sternenkrieger“ international berühmt. Die junge Prinzessin Sandra kämpft im Tal der Winde im 21. Jahrhundert um das Überleben ihres Volkes gegen mutierte Tausendfüßler und ein Kriegervolk aus dem All. Der Erfolg des Films ermöglichte Miyazaki 1985 die Gründung des Ghibli-Studios, wo er im Durchschnitt alle zwei Jahre einen Film herstellte: als Regisseur, Drehbuchautor, Chefanimator und Schnittmeister. Sein Hauptwerk „Prinzessin Mononoke“ (1997) erzählt in einer virtuosen Mischung aus Fantasy und Animismus von Dämonen und Waldgeistern, die zum Kampf um die Zukunft der bedrohten Natur angetreten sind. Das Menschenmädchen San, vom Waldgott aufgezogen und zur Prinzessin Mononoke aufgewachsen, verteidigt die Heiligen Reviere. Sie wird dem Krieger Achitaka begegnen, der einen der Tiergötter getötet hat und seitdem mit einem Fluch beladen ist.

In der deutschen Kritik wurde Miyazakis Stil als „flach“ bezeichnet, was nicht zutrifft. Miyazaki erreicht in der Zeichnung von Tieren, Dämonen, Göttern, Menschen und einer wildwuchernden Natur eine bislang der Computergrafik überlegene Differenzierung, vor allem in Bezug auf die Hintergründe, die Details von Objekten und die Schnelligkeit der Bewegungsfolgen. „Prinzessin Mononoke“ war einer der Höhepunkt der Berlinale 1998.

Mit „Chihiros Reise ins Zauberland„, der 2003 den Oscar als bester Animationsfilm und den Goldenen Bären einfahren konnte, baute Miyazaki seinen Status noch aus. „Das wandelnde Schloss„, der 2004 in Venedig lief, ist sein aktuellster Film.

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