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Leben & Werk

Kaum jemand ist so eng mit der Karriere von Rainer Werner Fassbinder verbunden wie Harry Baer, der von 1969 bis 1982 an allen Produktionen von RWF als dessen engster Freund und Vertrauter und künstlerischer Mitarbeiter beteiligt war, teils ohne Credits. Baer war Regieassistent, Aufnahme- und Produktionsleiter und spielte in kleineren Rollen. Seine einzige Hauptrolle für RWF war der junge Arbeiter Franz in „Wildwechsel“ (1972), der die 14-jährige Hanni (Eva Mattes) schwängert, verurteilt wird und nach der Entlassung von Hanni überredet wird, ihren Vater zu erschießen. In seinen Darstellungen wirkt Baer leicht verträumt, schlafwandelnd, lethargisch und melancholisch. Über seine Jahre mit RWF schrieb Baer das Buch „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin“ (1982), für ihn „ein Zufallsprodukt, aber ich habe ihm zu verdanken, dass ich heute kein Alkoholiker bin“.

Baer arbeitete zweimal für Hans-Jürgen Syberberg (als König „Ludwig“ und im „Hitler“-Film) und war in Filmen von Werner Schroeter (als Sizilianer, der zwei Männer ersticht, in“Palermo oder Wolfsburg„), Doris Dörrie („Im Innern des Wals“), Mika Kaurismäki („Helsinki - Napoli - All Night Long“) und Bernhard Sinkel („Der Kinoerzähler„) zu sehen und trat gelegentlich im Fernsehen (Serie „Balko„) auf. In Winfried Bonengels „Führer Ex“ (2002) ist Baer als Friedhelm Kaltenbach der faschistische Führer der rechtsradikalen „Kameraden“, die die jungen Freunde Heiko und Tommy anwerben, erpressen und zu Verbrechen verleiten.

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