Hardy Krüger

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Leben & Werk

Der passionierte Weltenbummler und Afrika-Kenner Hardy Krüger spielte im Film meist sympathische Abenteurer und Soldaten, Tierfänger und Forscher und errang mit seiner lakonischen trockenen Sprechweise, die er über die Jahrzehnte behalten hat, die Gunst des Publikums. Geboren 1928 im Berliner Arbeiterviertel Wedding, wurde Krüger ab 1941 auf einem NS-Elite-Internat erzogen, war Soldat und nach der amerikanischen Gefangenschaft Statist am Theater und Sprecher beim Rundfunk. Sieht man von dem NS-Film „Junge Adler“ ab, debütierte Krüger 1949 im Film und spielte in den 50er Jahren junge Liebhaber auch älterer Frauen und sorglos ungezwungene Sonnyboys, aber auch Einbrecher, Soldaten, Flieger („Einer kam durch„) und 1959 den Hamlet in Helmut KäutnersDer Rest ist Schweigen“ als Spross einer Ruhrindustriellen-Dynastie. Er gehörte 1962 zu der Gruppe von Tierfängern um John Wayne in Howard Hawks‘ „Hatari„, zu den in der Wüste Abgestürzten in „Der Flug des Phoenix“ und zu den Polarforschern in „Das rote Zelt“. Krüger trat in Großproduktionen häufig als deutscher Offizier („Die Schlacht an der Neretva„, „Die Brücke von Arnheim„) oder als Söldner („Die Wildgänse kommen„) auf. 1961 – 1973 unterhielt er in Tansania den Betrieb des Farmhotels „Momella Game Lodge“. Ab Ende der 60er Jahre tritt Krüger vornehmlich im Fernsehen als Präsentator und Kommentator mehrerer Dokumentarserien („Weltenbummler“, „Hardys Bordbuch“) auf, die auf seinen Weltreisen in meist exotisch abgelegene Gebiete beruhen und die auch in Buchform erschienen („Eine Farm in Afrika“). 1983 veröffentlichte er den Roman „Junge Unrast“. Seine Bühnenkarriere vom Anfang der 50er Jahre nahm er Mitte der 80er zeitweise wieder auf.

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