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Leben & Werk

Harald Schmidt brachte die Late-Night-Show nach amerikanischem Vorbild ins deutsche Fernsehen. „Die Harald Schmidt Show“ war in ihrer Blütezeit von 1995 bis 2003 auf Sat.1 fester Bestandteil in der Abendplanung vieler Fernsehkonsumenten und prägte den Ruf des Moderaten als Dirty Harry. Diesen Namen hatte sich Schmidt aufgrund seiner oftmals zynischen, respektlosen und sexistischen Witze in seiner Sendung redlich verdient und bemühte sich in der Folge auch weiterhin, seinem Ruf gerecht zu werden. Hauptbestandteil des Sendungskonzepts war die satirische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Geschehen oder humoristische Darstellung alltäglicher Situationen, in denen Schmidt als gelernter Schauspieler zeigen konnte, wie lächerlich das menschliche Verhalten oftmals sein kann.

Harald Schmidt wurde am 18. August 1957 in Neu-Ulm geboren und wuchs anschließend in Nürtingen auf. Nach seinem Abitur und seinem Zivildienst studierte er bis 1981 Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Nach einem ersten Engagement an den Städtischen Bühnen in Augsburg, ging er 1984 zum Düsseldorfer Kom(m)ödchen, wo er bis zu seinen ersten Fernseherfahrungen blieb.

Ab März 1988 durfte Schmidt beim Sender Freies Berlin mit „MAZ ab!“ erstmals eine Fernsehsendung moderieren. Dort sollten Prominente anhand von Videoeinspielern Fragen zum Programm der ARD beantworten. Ab 1990 folgte dann die Sendung „Pssst…“, in der berühmte Kandidaten das Geheimnis eines Zuschauers erraten mussten. Ebenfalls 1990 kam Schmidt erstmals mit dem Konzept einer amerikanischen Late-Night-Show in Berührung, als er zusammen mit Herbert Feuerstein „Schmidteinander“ moderierte. Von Oktober 1992 bis Mai 1995 war er darüber hinaus in „Verstehen Sie Spaß?“ zu sehen, wo er mit seinem Humor beim breiten Publikum jedoch aneckte.

1995 feierte er dann mit „Die Harald Schmidt Show“ im Privatfernsehen seinen endgültigen Durchbruch, auch wenn es noch ein paar Jahre dauerte, bis das perfekte Konzept für die Sendung gefunden wurde. Anfangs sollte Schmidt teilweise Witze aus amerikanischen Late-Night-Shows kopieren, was ihm jedoch selbst zuwider war, da er seine eigenen Ideen und seinen persönlichen Stil einbinden wollte. Diese Freiheit erhielt er erst nach einigen Jahren und spätestens nachdem er mit seinem Redakteur Manuel Andrack einen Sidekick einbaute, konnte das deutsche Pendant mit seinen Vorbildern mithalten.

Nach einer einjährigen Kreativpause ging Schmidt im Dezember 2004 mit seiner Sendung zur ARD, wo er bis Oktober 2007 seine Show moderierte. Anschließend folgte ebenfalls auf dem öffentlich-rechtlichen Sender die wöchentliche Show „Schmidt & Pocher“, in der er zusammen mit dem Comedian Oliver Pocher in einer Doppelmoderation tätig war. Zwar war die Sendung in der Zielgruppe durchaus erfolgreich, jedoch sorgte sie wie bereits „Die Harald Schmidt Show“ für einige Skandale. Darüber hinaus wurde aber vor allem die Beteiligung Oliver Pochers in den Feuilletons negativ aufgenommen.

Nachdem „Schmidt & Pocher“ im April 2009 letztmals auf Sendung ging, führte Schmidt seine eigene Show im September des gleichen Jahres bei der ARD fort. Ab September 2011 war er wieder bei Sat.1 zu sehen, jedoch wurde die Late-Night-Show aufgrund schlechter Quoten bereits im Mai 2012 wieder eingestellt. Anschließend folgte noch ein fast zweijähriges Intermezzo bei dem Pay-TV-Sender Sky, das ebenfalls nur mäßige Quoten verzeichnen konnte. Am 13. März 2014 endete die Zusammenarbeit mit Sky und damit auch die Late-Night-Karriere von Harald Schmidt.

Neben seiner Tätigkeit als Moderator, setzte Schmidt noch eine Vielzahl anderer Projekte um. Immer wieder kehrte er für Stücke auf die Theaterbühne zurück, ging als Kabarettist entweder alleine oder mit Manuel Andrack auf Tour und spielte auch in einigen Kino-, Fernsehfilmen oder TV-Serien wie „SOKO Stuttgart“ oder „Das Traumschiff“ mit. Bei den Kinofilmen wären unter anderem die Komödie „7 Zwerge - Männer allein im Wald“, wo er an der Seite vieler Comedians wie Otto Walkes oder Atze Schröder in einer Nebenrolle zu sehen war, oder „Vom Suchen und Finden der Liebe“ zu erwähnen, der von Helmut Dietl gedreht wurde und neben Schmidt auch noch Anke Engelke als Darstellerin vorweisen kann. Seine Zusammenarbeit mit Dietl wiederholte er 2012 in der Komödie „Zettl“, in der Michael ‚Bully‘ Herbig die Hauptrolle spielt.

Harald Schmidt lebt mit seiner Lebensgefährtin in Köln-Marienburg. Insgesamt hat Schmidt fünf Kinder, die auch aus einer früheren Ehe stammen.

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