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Leben & Werk

Schweizer Schauspieler und Kabarettist. Charakterschauspieler, der sein Handwerk auf der Bühne lernte, verkörpert Hanspeter Müller-Drossaart in Filmen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland häufig Politiker, Polizeibeamte, Pfarrer, Professoren und Gemeinderäte, hinter deren gemütlicher und verschmitzter Biedermann-Fassade Abgründe lauern können. Müller-Drossaart hatte in Schweizer Spielfilmen in Haupt- und Nebenrollen mitgewirkt und feierte mit der Rolle von Swissair-Chef Mario Conti, 2001 für den Konkurs der Firma verantwortlich, in Michael Steiners „Grounding – Die letzten Tage der Swissair“ (2006) seinen bis dahin größten Erfolg. 2010 war er in Steiners Verfilmung der Alpensage „Sennentuntschi“ um die stumme Titelheldin (Roxanne Mesquida), die Angst und Schrecken in ein Dorf trägt, Gemeinderatspräsident Notter. Aufregender Horror-, Mystery-, Heimat- und Abenteuerfilm, wurde „Sennentuntschi“ erfolgreichster Schweizer Film des Jahres. In Güzin Kars Komödie „Fliegende Fische müssen ins Meer“ (2011) ist Müller-Drossaart Karl Hauser, einer der Verehrer der lebensfrohen Schleusenwärterin (Meret Becker).

Hanspeter Müller-Drossaart, bis zur Heirat 2006 in Credits als Hanspeter Müller geführt, wurde 1955 in Sarnen im Kanton Oberwalden geboren. Er erhielt seine Ausbildung an der Schauspiel-Akademie Zürich, war von 1993-2004 Ensemblemitglied am Theater am Neumarkt in Zürich und am Wiener Burgtheater. Seit 2004 freischaffend, trat er am Schauspielhaus Zürich, Stadttheater Bern, OD Theater Basel, Theater Winterthur, Kurtheater Baden und 2010 bei den Thuner Seespielen auf, wo er in der Titelrolle des Musicals „Dällebach Kari“, der berühmteste Coiffeur der Schweiz, bejubelt wurde. 2011 entsteht die Kinoversion unter der Regie von Xavier Koller, für den Müller-Drossaart im Polit-Thriller „Havarie“ (2005, Skandal in einer Ölhandelsfirma) gearbeitet hatte.

Müller-Drossaart gab sein Kinodebüt im Krimi „Brandnacht“ (1993) an der Seite von Bruno Ganz und Barbara Auer, spielte seine erste Hauptrolle in Fredi M. Murers Mystery-Drama „Vollmond“ (1999), wo er nach den verschwundenen Kindern seines Dorfes sucht und spielte Politiker aller Schattierungen: in der Komödie „Sternenberg“ (2004), in „Cannabis – Probieren geht über Regieren“ (2006) als Bundesrat Mumentaler, der an grünem Star erkrankt ist und zu Marihuana als Heilmittel greift und als Gemeinderatspräsident in Markus Imbodens „Verdingbub“ (2011). Im Krimi „Tod eines Keilers“ (2006, von Urs Egger) ist er Kommissar. In der Komödie „Jeune homme“ (2006) ist er Vater des als Aupair in Genf arbeitenden 18-Jährigen, in der erfolgreichen Komödie „Die Herbstzeitlosen“ (2006) Dorfpfarrer und Gegenspieler der Emmentalerin, die eine Dessous-Boutique eröffnet, und in der Komödie „Verstrickt und zugenäht“ (2011) der Garnlieferant eines vor dem Ruin stehenden Traditionsunternehmens, eine Sockenfirma, die vier Frauen retten wollen.

Hanspeter Müller-Drossaart ging 2008 mit seinem ersten Kabarettprogramm „Obsi/Nitsi“ und 2010 mit dem Programm „Unteranderem“, in denen er nationale Eigenheiten karikiert, auf Tournee. Er spricht Italienisch, Französisch, Englisch, Schweizerdeutsch und liebt die kargen Schweizer Dialekte wegen ihrer Poesie. Er ist Sprecher im Radio, für Hörbücher und für Dokumentarfilme.

Hanspeter Müller-Drossaart ist mit der Holländerin Alexandra Drossaart verheiratet, mit der er zwei Kinder hat, und lebt in der Schweizer Industriestadt Dietikon.

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