Hansa Czypionka

Schauspieler
Hansa Czypionka Poster
Alle Bilder und Videos zu Hansa Czypionka

Leben & Werk

Deutscher Schauspieler. Seine enorme Wandlungsfähigkeit und Vielseitigkeit kam unzähligen Fernsehfilmen und Serien zu Gute, wo der charismatische Schauspieler mit den grünen Augen seit 1988 in über 100 Produktionen zu sehen war. Hansa Czypionka hat in Haupt- und zahllosen Nebenrollen alles gespielt: Liebhaber, Mörder, Lehrer, Loser, Polizisten, Musiker, Zocker, biedere Angestellte, gerissene Hochstapler, despotische Kerle, feingeistige Charaktere, lockere Trickser und coole Typen. Er stieg als Bergmann in der Ruhrgebiets-Saga „Rote Erde“ in die Karriere ein und wurde 1992 über Nacht bekannt: Als Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaja aus den Romanen von Jakob Arjouni in Doris Dörries „Happy Birthday, Türke!„. Czypionka war in allen Genres von der Komödie bis zum Psychothriller präsent, in fast allen Krimiserien des deutsche Fernsehens dabei, arbeitete mit Rudolf Thome („Das Sichtbare und das Unsichtbare“, 2007), Peter Sehr, Caroline Link und neunmal mit Regisseurin Vivian Naefe. 2007/08 spielte er die Hauptrolle in der Crime-Serie „R.I.S. – Die Sprache der Toten“ (Sat 1, 22 Folgen) und stand im Kriegs- und Nachkriegsmelodram „Schicksalsjahre“ (2011) an der Seite von Maria Furtwängler vor der Kamera.

Hansa Czypionka wurde 1958 in Sandhorst bei Aurich in Niedersachsen geboren und sollte nach dem Wunsch des Vaters Priester und Bischof werden. Als die Familie nach Bochum zog, geriet Czypionka in den Bannkreis des von Peter Zadek geleiteten Theaterensembles und stand nach dem Abitur 1977 erstmals auf der Bühne. Eine Sinnkrise brachte ihn dazu, das Spielen aufzugeben und eine Ausbildung als Steinmetz und Bildhauer zu beginnen, die er 1991 als Meister abschloss. Noch während der Lehre kehrte er zum Theater zurück, machte seinen Schauspielabschluss an der Folkwang Hochschule Essen und stand unter Claus Peymann am Burgtheater Wien auf der Bühne.

Czypionkas Filmkarriere begann 1988 in Klaus Emmerichs Serie „Rote Erde“, wo er den Kumpel Max Kruska spielte. Dominik Graf besetzte ihn als Zocker in „Spieler“ (1990) und 1994 in „Die Sieger“ als SEK-Beamten und Verräter. In Peter Sehrs „Kaspar Hauser“ (1993) ist er der gedungene Mörder des Findelkinds. In Caroline Links Gehörlosen-Drama „Jenseits der Stille“ (1996) ist er Sylvie Testuds Freund Tom, für Links Familiendrama „Im Winter ein Jahr“ (2008), wo er als Stephan zu sehen ist, steuerte er die Eigenkomposition „Je te remercie“ bei. Im Drama „So glücklich war ich noch nie“ (2009) gehört er zum Umkreis des von Devid Striesow gespielten Hochstaplers.

Hansa Czypionka spielte im TV-Drama „Schande“ (1999), einer der ersten Fernsehfilme um Kindesmissbrauch in der Familie, den verdächtigten Zahntechniker. Mit Regisseurin Vivian Naefe arbeitete er neunmal zusammen. Unter anderem in „Eine ungehorsame Frau“ (1997, mit Veronica Ferres) im Drama „Bobby“ (2001), wo er auf das Erbe des behinderten Titelhelden aus ist, in „Frauen lügen besser“ (2002) sowie „Männer häppchenweise“ und „Verrückt ist auch normal“ (beide 2002). Zu den Krimi-Serien und Reihen, in denen er Gastspiele gab, zählen „Ein Fall für zwei“ (6 Folgen), „Eurocops“, „Rosa Roth“, „Wolffs Revier“, „Der letzte Zeuge“, „Tatort“ und „Polizeiruf 110“, „Küstenwache“, „Doppelter Einsatz„, „Alarm für Cobra 11“, „Das Duo“ und „Die Rosenheim-Cops„, außerdem die Familienserie „Unser Charly“ und die Kinderserie „Siebenstein„.

Hansa Czypionka ist Vorstandsmitglied der Freunde der Lakota Waldorf School e.V. für eine gute Bildung indianischer Kinder.

Der Wahl-Berliner und Vater von zwei Kindern, ist leidenschaftlicher Musiker und besitzt 20 Gitarren, 3 Orgeln, einen Flügel und exotische Musikinstrumente, auf denen er „gleich schlecht“ spielt. Er betreibt das Musikprojekt „Cluster“.

Filme und Serien

Bilder

Kommentare

  1. Startseite
  2. Beliebteste Stars
  3. Hansa Czypionka