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Hans Söllner

Schauspieler • Musiker

Leben & Werk

Der „wilde Hund von Reichenhall“, Johann Hans Michael Söllner, wird am 24. Dezember 1955 im bayerischen Bad Reichenhall geboren. Er besucht den katholischen Kindergarten und wird Mitglied im Trachtenverein, aus dem er im Alter von vierzehn Jahren wegen seiner langen Haare ausgeschlossen wird. Nach einer Lehre als Koch und einem Jahr Arbeitslosigkeit wird Söllner zum Wehrdienst eingezogen, wechselt jedoch nach der Grundausbildung zum Zivildienst. Anschließend zieht er nach München, wo er nach weiteren zwei Jahren Arbeitslosigkeit eine zweite Lehre als KfZ-Mechaniker absolviert. Nebenbei bringt er sich das Gitarrespielen bei und beginnt, selbst Lieder zu schreiben. 1979 tritt Söllner an der Münchener Kleinkunstbühne Robinson zum ersten mal öffentlich auf. Drei Jahre später gewinnt er bei einem Nachwuchswettbewerb und kann so seine erste LP „Nachdenkliches zum Schmunzeln“ produzieren. Mit seinen oft derben politischen und gesellschaftskritischen Texten rückt Söllner damit auch ins Fadenkreuz der Gesetzeshüter, die den rebellischen Barden kritisch beäugen. Nach einem Jamaika-Urlaub setzt sich Söllner darüber hinaus auch noch (sehr engagiert) für die Legalisierung von Marihuana ein. 1988 führt der Ausspruch, „Der Gauweiler sieht so aus, als ob wir die Reichskristallnacht noch vor uns hätten“, zu einer Geldstrafe von 15.000 Mark. „Der Geißler is vom Wix’n bled woan“, diagnostiziert Söllner wenig später, nimmt den Satz jedoch zurück: „Der Geißler is scho so auf d‘ Welt kemma.“ Bis heute ist der renitente Musiker zu Geldstrafen in einer Gesamthöhe von über 150.000 Euro verurteilt worden. Der Werbeeffekt solcher Prozesse kann indes kaum unterschätzt werden, und die Alben „Hey Staat“ (1989), „Der Charlie“ (1992) oder „241255“ (2001) finden begeisterte Käufer vor allem im gesamten süddeutschen Raum, wo Söllner schnell zur Kultfigur avanciert. Im Jahr 2000 klagt Söllner, der inszwischen mit der Reggae-Band Bayaman Sissdem unterwegs ist, auf sein Recht, als Rastafari zum Zwecke der freien Religionsausübung Marihuana rauchen zu dürfen. Die Klage wird vom Bundesverwaltungsgericht abgewiesen. 2005 erscheint das Live-Album „Im Regen“.

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