Leben & Werk

Als „Fliegender Hirsch“ in Gerhard Lamprechts Kästner-Verfilmung „Emil und die Detektive“ wurde Hans Richter 1931 zum Kinderstar. In den 1950er-Jahren war er Dauergast in den beliebten Heimatfilmen.

Hans Richter wurde am 12. Januar 1919 in Nowawes, nahe Potsdam, geboren. Seine Rolle in der Erich-Kästner-Verfilmung „Emil und die Detektive“ machte ihn 1931 berühmt. Der Kinderstar avancierte vor dem Zweiten Weltkrieg zum Lausejungen vom Dienst. Nach seinem Abitur nahm Richter Schauspielunterricht bei Albert Florath. 1944 war er als Schüler Rosen neben Heinz Rühmann im Kino-Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ zu sehen. Noch im gleichen Jahr wurde Richter zum Kriegsdienst eingezogen. Später geriet er in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Heimkehr konnte er seine Karriere jedoch fortsetzen. Man besetzte ihn gern in komödiantischen Rollen in den damals so beliebten Heimatfilmen wie „Schwarzwaldmädel“ (1950) oder „Grün ist die Heide“ (1951). In den 60er-Jahren war Richter vornehmlich auf der Bühne zu sehen, spielte etwa am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg oder am Schauspiel in Frankfurt. 1974 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Dr. Ingeborg Richter die Festspiele Heppenheim, die heute sein Sohn Thomas leitet. Richter starb am 5. Oktober 2008 in Heppenheim.

Hans Richter erhielt 1983 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. 1989 wurde ihm das Filmband in Gold verliehen.

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