Hans-Michael Rehberg

Schauspieler • Sprecher
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Leben & Werk

Hans-Michael Rehberg war auf den wichtigsten deutschsprachigen Bühnen zu Hause. Daneben hatte er sich in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen den Ruf als vielseitiger Charakterdarsteller erworben.

Hans-Michael Rehberg wurde am 2. April 1938 in Fürstenwalde in der Nähe von Berlin geboren. Seine Eltern waren der Schriftsteller Hans Rehberg und dessen Frau Maria Ohly. Rehberg verbrachte seine Kindheit gemeinsam mit fünf Geschwistern in Brandenburg, Schlesien, am Starnberger See und in Duisburg. Er verließ vorzeitig die Schule und begann eine Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen. Rehberg startete seine Karriere an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld-Mönchengladbach. Es folgten Stationen an zahlreichen großen, deutschsprachigen Bühnen, darunter München, Hamburg, Stuttgart, Köln, Zürich, Berlin, Wien und Salzburg. In einigen seiner Hauptrollen schrieb der Mime, der auch selbst inszenierte, Theater-Geschichte. Man erinnere sich an seine Rolle als „Baumeister Solness“ unter der Regie von Peter Zadek, den er 1983 im Münchner Residenztheater neben seiner damaligen Frau Barbara Sukowa verkörperte. 1994 bekam Rehberg die Josef-Kainz-Medaille, im Jahr 2000 wurde dem Charakterdarsteller der Gertrud-Eysoldt-Preis überreicht. Gewürdigt wurden damit seine darstellerischen Leistungen in mehreren Stücken, unter anderem in „Der verkaufte Großvater“ unter der Regie von Franz Xaver Kroetz am Volkstheater München. Sein außergewöhnliches Können bewies Rehberg nicht nur auf der Bühne, sondern auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. So war Rehberg 1980 in Rainer Werner Fassbinders Literatur-Verfilmung „Berlin Alexanderplatz“ zu sehen. Er war Bertolt Brecht in Klaus Maria Brandauers „Georg Elser – Einer aus Deutschland“ (1989) und der Auschwitz-Kommandant Höss in „Schindlers Liste“ (1993). Beeindruckende Leistungen bot er zudem als Großbauer Josef Reindorfer in Julian Pölslers TV-Zweiteiler „Der Schandfleck“ (1999), im Doku-Drama „Deutschlandspiel“ (2000) unter der Regie von Hans-Christoph Blumenberg, in Heinrich Breloers Dreiteiler „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ (2001) sowie in Bernd Fischerauers zweiteiligem Alpendrama „Apollonia“ (2005). In der Krimi-Reihe „Pater Braun“ war Rehberg seit 2003 als Bischof Hemmelrath zu sehen. Zu Rehbergs aktuellsten Filmprojekten gehörte Julian Pölslers Roman-Verfilmung „Die Wand“, in der er neben Martina Gedeck zu sehen war.

Hans-Michael Rehberg war mit der Schauspielerin Barbara Sukowa verheiratet und hatte mit ihr einen Sohn. Der Schauspieler lebte in Berlin.

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