Leben & Werk

Hans-Günther Bücking begann seine Karriere Ende der 1970er-Jahre als Kamera-Assistent, unter anderem bei Rainer Werner Fassbinder. Inzwischen nimmt der mehrfach ausgezeichnete Kameramann immer häufiger selbst auf dem Regiestuhl Platz.

Geboren wurde Hans-Günther Bücking am 20. September 1951 in Bleicherode in der ehemaligen DDR. 1961 siedelte er mit seiner Familie nach Westdeutschland über. Die Karriere beim Film begann Bücking als Kamera-Assistent bei so bekannten Vertretern des neuen deutschen Films wie „Die dritte Generation“ (1979) von Rainer Werner Fassbinder, „Die Kinder aus No.67“ oder „Heil Hitler ich hätt gern ’n paar Pferdeäppel“ (1980) von Usch Barthelmess-Weller und Werner Meyer oder Uli Edels „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (1981). 1988 führte er die Kamera bei Nina Grosses hoch gelobtem Spielfilm-Debüt „Der gläserne Himmel„. In den 1990er- Jahren arbeitete Bücking mit so namhaften Regisseuren wie Hans W. Geißendörfer („Gudrun„, „Justiz“), Heinrich Breloer, Peter Keglevic, Nico Hofmann und Marc Rothemund zusammen – und gab mit dem wunderbaren Roadmovie „Einmal Arizona“ (1991) sein Regie-Debüt, bei dem er selbst die Kamera übernahm und für das er auch das Drehbuch schrieb. Mit der schwarzen Komödie „Die Häupter meiner Lieben“ (1999) und dem Alpen-Drama „Jennerwein“ (2003) folgten zwei weitere Regie-Arbeiten, für die Bückung selbst die Bilder lieferte. 2003 arbeitete Bücking für die Literaturverfilmung „Schneeland“ nach dem Roman von Elisabeth Rynell erneut mit Regisseur Hans W. Geißendörfer zusammen. Während Geißendörfer für Buch und Regie verantwortlich zeichnete, setzte Bücking das Buch in ebenso großartige wie schonungslose Bilder um. Aktuell inszenierte Bücking mehrere TV-Krimis, unter anderem Folgen der „Wilsberg“-Krimireihe, zuletzt die Filme „Aus Mangel an Beweisen„, „Die Bielefeld-Verschwörung“ und „Halbstark“ (alle 2012) nach eigenen Drehbüchern.

Für seine Arbeit bekam der renommierte Kameramann zahlreiche Preise, darunter den deutschen Kamerapreis Spielfilm 1988 für „Der gläserne Himmel“, Festival international de Cinéma 1991, Beste Photographie für „Nie im Leben„, den Deutschen Kamerapreis 2002 für „Tanz mit dem Teufel“, den österreichischen Filmpreis Romy für „Jennerwein“ sowie 2005 nochmals einen Deutschen Filmpreis in Gold in der Kategorie „Beste Kamera/Bildgestaltung“ für „Schneeland“. Hans-Günther Bücking lebt in Berlin.

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