Deutschland. Ein Filmmärchen

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Hannelore Elsner Poster

„Wer früher stirbt, ist länger tot“ hält sich hartnäckig in den Top Ten der Kinocharts und vergangene Woche startete mit „Das Parfum“ die teuerste deutsche Produktion. Auch der weitere Kinoherbst Made in Germany wird heiß.

Eine ganze Nation im WM-Fieber: "Deutschland. Ein Sommermärchen" Bild: Kinowelt

Während der WM waren wir alle ein bisschen Deutschland. Für Fußball-Freaks, die den Juli mit Klinsi & Co. wiederbeleben wollen, startet Anfang Oktober „Deutschland. Ein Sommermärchen„. In seiner Doku zeichnet Sönke Wortmann den Wandel der zuerst umstrittenen Nationalelf zum Weltmeister der Herzen nach. Der „Das Wunder von Bern„-Regisseur war hautnah dabei, bei Training, Teamansprachen und dem Trubel in der gesamten Republik.

Aber auch für Filmfans, deren schwarz-rot-geile Fahnen inzwischen auf den Müll gewandert sind oder an denen gar der ganze WM-Hype spurlos vorübergegangen ist, kommen deutsche Filme ins Kino. Ob Janosch-Jünger, Arthouse-Anhänger oder Popcornkinogänger, für jeden ist diesen Herbst ein Highlight dabei.

Für den kleinen Bär und den kleinen Tiger ist Panama das Paradies Bild: Warner

Oh, wie schön war die Kindheit

Wer aus der Generation Golf gerne an die Zeiten zurückdenkt, in denen Tim, Karl, Klößchen und Gaby als Nachwuchsschnüffler für Gerechtigkeit sorgten, kann sich auf „TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine“ freuen. In dem Kids-Krimi nimmt das Quartett die Ermittlungen auf, als Klein-Newton Kevin keines seiner oberschlauen Lebenszeichen mehr von sich gibt.

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Diejenigen, die in noch früheren Kindheitserinnerungen schwelgen wollen, sollten sich „Oh, wie schön ist Panama“ nicht entgehen lassen. In dem Zeichentrickfilm zu Janoschs Klassiker von 1979 spricht Til Schweiger den kleinen Tiger und Tatort-Kommissar Dietmar Bär seinen eigenen Namensvetter, den kleinen Bär. Die beiden bepelzten Buddies machen sich auf nach Panama, das sagenumwobene Land ihrer Träume. Ein filmgewordener Comic-Spaß der ganz anderen Art ist „Das kleine Arschloch und der alte Sack - Sterben ist scheiße„. Hier hat Helge Schneider als Stimme des alten Sacks die Lacher auf seiner Seite, wenn er seinem Enkel, dem kleinen Arschloch, verklickert, warum die Hölle eigentlich der Himmel auf Erden ist.

Schräge Spaßvögel

Brühl und Vogel in "Ein Freund von mir", einem Roadmovie der anderen Art Bild: X Verleih

Einen unterhaltsamen Kinoabend verspricht außerdem „7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug„, die Fortsetzung des Blödel-Märchens und wieder sehr sehr frei nach den Gebrüdern Grimm. Dieses Mal nimmt die Komödie ihren Anfang bei Hänsel und Gretel, die im Wald von Otto Waalkes als wackerem Zwerg Bubi vor einem Kannibalen namens Rumpelstilzchen gerettet werden. Als nächstes Opfer hat Rumpelstilzchen den einzigen Sohn von Schneewittchen auserkoren…

Und es geht munter weiter: Jürgen Vogel zeigt sich im deutschen Kinoherbst gleich zwei Mal von seiner lustigen Seite. Einmal als Lebenskünstler Hans, der Daniel Brühl in „Ein Freund von mir“ zeigt, wie glücklich Nacktporschefahren macht, und unter Kumpels alles teilt, sogar die eigene Freundin. In „Wo ist Fred!?“ stärkt Vogel dann Til Schweiger den Rücken. Dieser gibt sich als Rollstuhlfahrer Fred aus, um seine Angebetete zu beeindrucken. Doch dann kommt Alexandra Maria Lara in der Rolle einer engagierten Regisseurin dazwischen, die einen Film über Fred machen will.

Verzwickte Amour fou mit Katja Riemann und August Diehl: "Ich bin die Andere" Bild: Concorde

Frauenpower

Auch Lara, seit „Der Untergang“ aufgegangen als neuer Stern am deutschen Schauspielhimmel, ist bei einer weiteren nationalen Produktion mit von der Partie. In dem Beziehungsdrama „Offset“ macht sie ihren Chef eifersüchtig, als sie einen Kollegen heimlich heiraten will.

Starke Frauen haben sowieso Saison. Ob Sibel Kekilli in Joseph Vilsmaiers Holocaustdrama „Der letzte Zug“ oder Katja Riemann, die August Diehl und Armin Mueller-Stahl in dem Psychothriller „Ich bin die Andere“ an die Wand spielt. In „Rauchzeichen“ ist die deutsche Grand Dame Hannelore Elsner als Hauptattraktion Sardiniens ganz in ihrem Element und auch Martina Gedeck stürzt sich in „Sommer ’04“ in ein Liebesabenteuer mit ungeahnten Folgen.

In "Sommer '04" wird eine Mutter zur erotischen Konkurrentin einer Teenagerin Bild: Alamode

Die neue deutsche Welle

Stefan Krohmers

Die Monsieurs und Mesdames Kritiker sprachen sogar von „la nouvelle vague du cinéma allemand“, der „neuen Welle des deutschen Kinos“. Dieser Herbst ist schon mal vielversprechend. Und das ist erst der Anfang.

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