Hal Needham ist tot. Der legendäre Stuntman, Oscarpreisträger und Regisseur von Actionkomödien wie „Auf dem Highway ist die Hölle los“ und „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ ist im Alter von 82 Jahren in Los Angeles gestorben.

So richtig populär geworden ist Hal Needham erst als Regisseur. Sein Debüt als Filmemacher feierte der US-Amerikaner 1977 mit der Actionkomödie Ein ausgekochtes Schlitzohr, in der Burt Reynolds die Hauptrolle spielte. Mit dem Schauspielstar arbeitete Needham in der Folgezeit noch einige Male zusammen: Um Kopf und Kragen, Auf dem Highway ist die Hölle los, Der rasende Gockel.

Nicht von ungefähr waren das alles Filme, in denen es rasant zugeht und die einen beträchtlichen Stunt-Anteil haben. Hal Needham war schließlich vom Fach: Seine Karriere begann das 1931 in Memphis, Tennessee, geborene Tarantino-Vorbild - der Death Proof - Todsicher-Regisseur bekannte letztes Jahr, dass viele Einstellungen auf Needhams Arbeiten beruhen - nämlich als Stuntman.

In diesem Job gehörte Hal Needham zu den Allerbesten. Für Klassiker wie Der Mann, der Liberty Valance erschoss, Das war der Wilde Westen oder Die Brücke von Remagen hielt er seine Knochen hin, bei Chinatown oder French Connection II koordinierte er die halsbrecherischen Kunststücke. Nicht immer gingen die Stunts gut für Needham aus: Zahllose Verletzungen, darunter auch lebensbedrohliche, zog er sich in seiner Laufbahn als Kaskadeur zu.

Während er für seine Regiearbeiten geschmäht wurde - mehrfach wurde Needham für den Antipreis „Goldene Himbeere“ nominiert -, erhielt er 1987 für seine Innovationen im Stuntbereich eine der größtmöglichen Anerkennungen im Filmbusiness: Den Oscar für Wissenschaft und Entwicklung. Vor wenigen Monaten erst wurde Needham auch noch der Ehrenoscar für sein Lebenswerk verliehen.

Vor wenigen Tagen ist Hal Needham im Alter von 82 Jahren aus dem Leben geschieden.

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