Leben & Werk

Im Umfeld des New Hollywood wurde der Regisseur Hal Ashby (1929 - 1988) durch seine ironischen Gesellschaftskomödien berühmt, die sich zuerst auf kleine private Geschichten konzentrierten, um sich zunehmend mehr als politische Satiren zu verstehen. Ashby, dessen Vater sich umbrachte, als der Sohn dreizehn Jahre alt war, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und arbeitete in den Republic Studios als Cutter-Assistent, als er den Regisseur Norman Jewison kennen lernte, für den er jahrelang arbeitete und für dessen „In der Hitze der Nacht“ er 1967 den „Oscar“ für den besten Schnitt erhielt. Von Jewison ermutigt, debütierte Ashby 1969 mit „Der Hausbesitzer„, einer Komödie um einen reichen Bürgersohn, der als Besitzer eines Hauses in den Slums durch dessen Bewohner verändert wird. Sein „Harold und Maude“ behandelt die Liebe zwischen einem jungen, selbstmordgefährdeten Mann (Bud Cort) und einer achtzigjährigen Frau (Ruth Gordon), die, ehemalige KZ-Insassin, in einem Eisenbahnwaggon lebt und dem Jungen zu einer lebensbejahenden Einstellung verhilft, bevor sie sich selbst tötet. „Harold und Maude“, mit der Musik von Cat Stevens, wurde in den 70er Jahren ein Kultfilm unter Studenten. „Das letzte Kommando“ zeigt zwei Marine-Soldaten (Jack Nicholson), die einen Matrosen ins Gefängnis eskortieren und ihm unterwegs die erste Liebe (mit einer Hure) ermöglichen. Ashbys erfolgreichster Film wurde die Komödie „Shampoo“, in der Warren Beatty als High-Society-Friseur ein Lotterleben führt und in einen Wahlkampf und dessen Mechanismen gerät. Der Film bedeutete Ashbys Wende hin zu politischen Themen: erst in die Vergangenheit der Depressionszeit („Dieses Land ist mein Land„, in dem David Carradine den Sänger Woody Guthrie spielt), dann in die Gegenwart („Coming Home“, in dem Jon Voigt einen querschnittsgelähmten Vietnamveteranen spielte), dann ins Weiße Haus mit „Willkommen, Mr. Chance„, in dem Peter Sellers in seiner vorletzten Rolle einen naiven Gärtner spielte, der zum Präsidentenberater aufsteigt. In den 80er Jahren konnte Ashby an diese Serie von Erfolgen bei Kritik und Publikum nicht mehr anknüpfen. Es entstanden u.a. ein Dokumentarfilm über die Rolling-Stones-Tournee 1981 und der Gangsterfilm „8 Millionen Wege zu sterben“ (1986, mit Jeff Bridges und Rosanna Arquette), in dem Andy Garcia durch seine aufregende Darstellung eines Drogendealers auffällt. Ashbys letztes Projekt blieb unvollendet, er starb in Malibu im Alter von 59 Jahren.

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