Gustaf Gründgens

Gustaf Gründgens

Leben & Werk

Er diente seinem Schwager Klaus Mann in dessen umstrittenen Schlüsselroman “Mephisto” (der 1981 erfolgreich von Istvan Szabó mit Klaus Maria-Brandauer in der Titelrolle verfilmt wurde) als Folie für die Rolle des opportunistischen Künstlers im Dritten Reich. Gustaf Gründgens (1899-1963) war Generalintendant der Preußischen Staatstheater 1937-1945 und hatte in dieser Funktion zwar Einfluss auf die Kulturpolitik, wurde aber ebenso gegängelt und hatte, weit mehr als Mann 1936 wissen und vorausahnen konnte, auch jüdischen Künstlern geholfen. Gründgens, einer der Großen des Deutschen Theaters, dessen Mephisto in der filmischen Dokumentation (1960) seiner Hamburger “Faust I”-Inszenierung für die Nachwelt erhalten ist, hatte außer auf der Bühne auch im Film Erfolg, so als Chef des Tribunals der Gangster in Fritz Langs “M”, als “Danton” oder als gehörnter Adeliger in Max Ophüls’ “Liebelei”. In dem Film “Tanz auf dem Vulkan” singt er das berühmte Lied “Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da”. In “Capriolen” spielte er an der Seite des weltmännischen Adolf Wohlbrück und führte ebenso Regie wie in der “Effi Briest”- Verfilmung “Der Schritt vom Wege” (mit seiner zweiten Frau Marianne Hoppe in der Hauptrolle) und in der Bach-Biografie “Friedemann Bach”. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist Gründgens nur einmal im Film aufgetreten, in Helmut Käutners “Das Glas Wasser” als elegant-intriganter Lord. Gründgens starb während einer Tournee in Manila. Gründgens’ außerordentlich genaue, scharfe, klare und schneidend harte Artikulation ist nach wie vor ein Hörerlebnis.

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