Gus Van Sant

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter
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Leben & Werk

Seine Geschichten erzählen von Jugendlichen auf der Suche nach ihrer Identität und nach einer Heimat. Er erzählt von Kindheitstraumata und unglücklichen Liebesbeziehungen, und er zeigt sich sozialen Subkulturen und Szenen verbunden. Gus Van Sant, geboren 1952, war Assistent von Roger Corman und debütierte 1985 mit „Mala Noche“, der die Liebe zwischen einem schwulen Getränkeverkäufer und einen jungen Mexikaner erzählt. In der unabhängigen Filmszene wurde Van Sant damit ein Star, der mit dem Überraschungserfolg „Drugstore Cowboy“ (mit Matt Dillon als Junkie), in dem die Hippie- und Drogenkultur der 1970er die Hauptrolle spielt, seinen Ruf als Independent festigte.

Seinen Durchbruch schaffte er mit „My Own Private Idaho„, in dem River Phoenix einen narkoleptischen Stricher spielte, der mit einem Freund (Keanu Reeves) nach Italien reist, um seine Mutter zu finden. Seine Verfilmung des Romans „Even Cowgirls Get the Blues“ (mit Uma Thurman) enttäuschte Anhänger, bleibt aber als skurriles Outsider-Porträt zwischen Transvestiten und Cowgirls im Gespräch. Mit der Mediensatire „To Die for“, in der Nicole Kidman eine karrieresüchtige TV-Moderatorin spielte, inszenierte Van Sant erstmals eine Großproduktion, und erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen mit „Good Will Hunting„, der Story eines Mathematikgenies. In Berlin brachte dieser Film einen „Silbernen Bären“ für Matt Damons Drehbuch und Robin Williams erhielt einen „Oscar“ als bester Nebendarsteller. Seine Neufassung in Farbe von Alfred Hitchcocks „Psycho“ erweist sich als bildgetreues Remake.

Der 2001 entstandene Film „Forrester – Gefunden!“ versucht, eine Brücke zwischen Jugend und Alter zu schlagen. Der berühmte und in der Isolation lebende Literat William Forrester (Sean Connery) nimmt sich widerwillig eines jungen Mannes an und findet nach und nach aus seiner Einsamkeit heraus. Kontroverse Reaktionen provozierte der Regisseur mit „Gerry“ durch Dialogarmut und Sperrigkeit. 2003 gewann Gus Van Sant die Goldene Palme in Cannes für „Elephant“, einer phänomenologisch genauen Schilderung der Vorbereitung und des Ablaufs einer Gewalttat von Schülern, die im Finale ihre Lehrer und Mitschüler brutalst niedermetzeln. Im Mittelpunkt von „Last Days“, der 2005 produziert wurde, steht ein Rocksänger (Michael Pitt.) der in einer verfallenen Villa dem Tod entgegen dämmert. Die Geschichte verarbeitet fiktiv die letzten Tage des Nirvana-Sängers Kurt Cobain. 2008 wurde sein neuester Film „Paranoid Park“ mit dem Sonderpreis in Cannes ausgezeichnet.

Seit 1984 dreht Van Sant autobiografische Kurzfilme, die ein Tagebuch ergeben sollen. Er inszenierte Musikvideos, malt und ist Texter und Gitarrist der Rock-Band „Destroy all Blondes“.

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