Alle Bilder und Videos zu Günther Schramm

Leben & Werk

Deutscher Schauspieler, Fernsehmoderator, Synchronsprecher, Sänger und Kabarettist. Er ist ein Urgestein des deutschen Fernsehens und spielte schon in frühen Jahren elegante, weltmännische und mit tadellosen Manieren gesegnete Charmeure. Günther Schramm hat fast ausnahmslos positive Charaktere verkörpert und wurde als Assistent von Erik Ode in der Krimiserie „Der Kommissar“ (1969-1976) zu einem der populärsten deutschen Fernsehstars. Er moderierte mehrere Quiz-Sendungen („Alles oder nichts“, „Erkennen Sie die Melodie?“) und konnte sich leisten, mit der Familie zwischen 1982 und 2001 auf Vancouver Island in Kanada zu leben und pro Jahr jeweils für drei Monate in Deutschland zu drehen. Seit 2007 gehört er als gewandter und geschickter Bruder von Pensionswirtin Marianne (Veronika Fitz) und Freund ihres Mannes (Martin Lüttge) zur Stammbesetzung der ZDF-Familienserie „Forsthaus Falkenau„. Er gab Gastspiele in der deutschen „Dallas“-Version „Geld Macht Liebe“ (2009) und ist im romantischen TV-Melodram „Die geerbte Familie“ (2011) der Ehemann von Gerlinde Locker und Großvater von Denise Zich.

Günther Schramm wurde 1929 in Potsdam als Sohn eines Arztes geboren und wuchs in Hamburg auf, wo er ab 1950 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater studierte und ab 1952 auf den Bühnen von Thalia Theater, Junges Theater und Kammerspiele stand. 1952 gehörte er zum literarischen Kabarett „Die Buchfinken“. Dem ersten Fernsehengagement in „Die letzte Nacht der Titanic“ (1955) folgten zahlreiche Fernsehspiele, wie sie damals hießen, und ab 1963 Serien, die Geschichte schrieben. So „Die fünfte Kolonne“, die erste Spionageserie des deutschen Fernsehens, die in sich geschlossene Geschichten aus dem Kalten Krieg erzählten, und „Das Kriminalmuseum“ (1963/64), aus dem die ZDF-Serie „Der Kommissar“ (1969-1976) hervorging. In der bis zum Ende in Schwarzweiß gesendeten Serie ist Schramm als Walter Grabert Assistent von Kommissar Keller und exzessiver Pfeifenraucher (1974 vom Tabakforum zum Pfeifenraucher des Jahres gewählt).

Von 1968-1970 moderierte Schramm das „Baden Badener Roulette“. Seine Popularität wuchs als Gastgeber der ARD-Quiz-Sendung „Alles oder nichts“ (1973-1981). Es folgte „Erkennen Sie die Melodie?“, Quiz Show um Lieder und Melodien aus Oper, Operette und Musical, die er von Ernst Stankovski übernahm. Es begannen die Jahre in Kanada, die er aufgab, als die Kinder erwachsen waren. Dazu beigetragen hatte die TV-Komödie „Holstein Lovers“ (1999), wo er als Galan von Nadja Tiller ein Comeback feierte. Es folgten Filme nach Rosamunde Pilcher, Utta Danella, und eine Folge „Das Traumschiff“ (2006), die nach Burma und Shanghai führte.

Schramm wirkte ab 1959 in Kinofilmen mit, so in der Familiensaga „Die glücklichen Jahre der Thorwalds“ (1962), in „Schneewittchen und die sieben Gaukler“ (1962), wo er den Schulreiter Marcel und Verehrer von Caterina Valente spielt, in „Dynamit in grüner Seide“ (1967, sechster Film der Jerry-Cotton-Reihe) als Anwalt Tackley, in „Die Lümmel von der ersten Bank: Zur Hölle mit den Paukern“ (1968) als Lehrer am Gymnasium und in „Grün ist die Heide“ als Rivale von Roy Black um die Gunst von Monika Lundi.

1971 war Günther Schramm an der Seite von Katja Ebstein Moderator von „Ein Lied für Dublin“ im Rahmen des Grand Prix Eurovision de la Chanson. 1970, 1971, 1972 und 1974 wurde er mit dem Bambi ausgezeichnet (für „Der Kommissar“).

Günther Schramm ist seit 1958 in zweiter Ehe mit Schauspielerin Gudrun Thielemann verheiratet, mit der er einen Sohn hat. Er hat eine Tochter aus erster Ehe. Sie leben heute wieder in München.

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