Günther Jauch Poster

RTL: Show-Klassiker steckt in der Krise

Marek Bang |

Am Thron von RTL-König Günther Jauch wird natürlich nicht gerüttelt, dennoch ist sein Erfolgsformat „Wer wird Millionär“ in die Jahre gekommen. Eigentlich ist das kein Problem, denn die Fragestunden bis zur Million sind ein zeitloses Format und funktionieren 2017 genauso wie um die Jahrtausendwende. Dennoch gibt es Grund zur Sorge, wenn man sich die aktuellen Quoten genauer anschaut.

„Wer wird Millionär“ hält seit 1999 die Quiz-Flagge auf RTL hoch und Moderator Günther Jauch ist nach wie vor eines der beliebtesten Gesichter im deutschen Fernsehen. Aufmerksamen Zuschauern wird allerdings aufgefallen sein, dass die Anzahl der neu produzierten Folgen deutlich nach unten gegangen ist und die Pausen zwischen den einzelnen Episoden aktuell deutlich länger ausfällt als noch vor einigen Jahren. Gerade erst berichteten wir, dass wir uns gar auf eine längere Pause bis Dezember 2017 einstellen müssen, denn den Vorrang im Herbst erhalten die neuen Folgen von „Bauer sucht Frau“.

Wer sich rar macht, der müsste eigentlich das Interesse in die Höhe treiben, doch das Gegenteil ist im Augenblick der Fall, wie die Kollegen von Quotenmeter berichten.

„Wer wird Millionär“: Kandidat liefert kuriose Show ab! 

„Wer wird Millionär“ verliert immer mehr jüngere Zuschauer

„Wer wird Millionär“ lockte am Montag, den 11. September 2017 zwar 3,33 Millionen Menschen vor den Fernseher, für das Erfolgsformat ist das aber eindeutig zu wenig, zumal bei der werberelevanten Zielgruppe nur ein Marktanteil von 8,7 Prozent erreicht werden konnte, was einen neuen Minusrekord darstellt.

 

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Günther Jauch hat sich übrigens nur noch bis 2018 verpflichtet, für RTL den allseits beliebten Frageonkel zu spielen. Ein aktuelles Interview sorgte diesbezüglich vor einiger Zeit für Aufsehen, denn der Moderator vermied erstmalig ein Bekenntnis zu einer weiteren Zusammenarbeit über das kommende Jahr hinaus. Mittlerweile hat er allerdings bekräftigt, noch nicht in Rente gehen zu wollen, was natürlich für Beruhigung sorgen dürfte. Ebenfalls nervenschonend würden sich für alle Beteiligten gegenwärtig aber auch besser Quoten auswirken.

 

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