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Leben & Werk

„Wenn Sie noch ein bisschen besser aussehen würden, wäre das kriminell.“ Der von Renée Zellweger in „Nurse Betty“ gesprochene Liebesseufzer beschreibt perfekt das makellose Aussehen und den Charme des von Greg Kinnear hingebungsvoll schmalzig und salbungsvoll gespielten TV-Arztes Dr. David Revell, den die Hausfrau und Kellnerin Betty täglich vor der Mattscheibe anhimmelt, um in einer Übersprungshandlung ihrem (fiktiven) Traummann in die TV-Welt zu folgen und auf den ebenso eitlen TV-Star, der den Arzt spielt, zu treffen. Das gute Aussehen ist für Gregg Kinnear Markenzeichen und Möglichkeit der Selbstparodie zugleich.

Der als Sonnyboy und Talk Show Host im US-TV vor allem in der NBC-Show „Later“, die sensationelle Quoten einfuhr, populär gewordene Kinnear studierte an der University of Arizona Radiojournalismus und bestand gleich mit seiner ersten Kinohauptrolle einen Härtetest, als er sich in Sydney Pollacks „Sabrina“-Remake als der junge, in Sabrina (Julia Ormond) verliebte Playboy bewährte und auf der NATO Sho West als „Star der Zukunft“ ernannt wurde, was er in den folgenden Filmen bestätigen konnte. Kinnear bricht seinen fabelhaften Look mit dem angedeuteten Mittelscheitel häufig ironisch mit Hundeblick, nach oben gezogenen Augenbrauen, verträumt in die Ferne schweifendem Blick oder leicht schiefem Lächeln, das sein scheinbares Staunen über all die, die auf ihn als Lover hereinfallen, kaschieren soll. So geschieht es Ashley Judd und Ellen Barkin in „Männerzirkus„, wo Kinnear als Talk-Show-Produzent seine eigene Karriere parodiert und jede Frau in Reichweite verführt, und Annette Bening in „Good Vibrations – Sex vom anderen Stern„, wo er als Banker im Maßanzug seine Frau betrügt. Für die Rolle des Malers Simon, der der Schützling seines Nachbarn, des Menschenfeindes und Bestsellerautors (Jack Nicholson) wird, wurde Kinnear für den Golden Globe und den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert.

Neben Mel Gibson im Kriegsfilm „Wir waren Helden“ besetzte ihn Regisseur Randall Wallace 2002 für die Rolle des Majors, die wegen ihrer Ernsthaftigkeit eine echte Herausforderung für den Schauspieler war. Mit „Unzertrennlich“ kehrte er ein Jahr später als einer der beiden siamesischen Zwillingen zur Komödie zurück. Aber nur, um kurz darauf als Biologielehrer Paul, dessen verstorbener Sohn wieder auferstehen soll, in Nick Hamms moderner Frankenstein-Adaption „Godsend“ aufzutreten. Im Remake der 1970er-Jahre-Baseballkomödie „Die Bären sind los“ tritt er mit seinem Team gegen Billy Bob Thorntons Jungs an. Ganz im Vintagelook und erneut als Coach (diesmal ist es Football) nimmt er einen Newcomer in „Unbesiegbar – Der Traum seines Lebens“ als Profi im Team auf. In „Little Miss Sunshine“ (2005) spielte er den Familienvater, der mit seiner eigenwilligen Familie samt drogensüchtigen Opa mit einem VW-Bus durch Amerika nach Los Angeles zu einer Miss-Wahl reist.

Seit 1999 ist Greg Kinnear mit Helen Labdon verheiratet, mit der er zwei Töchter hat.

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