Leben & Werk

Als Revolutionärin Charlotte Corday ersticht sie Marat in der Badewanne – ein Bild, das in der Inszenierung des Stückes „Marat/Sade“ durch Peter Brook zu den bleibenden Szenen des auch in der Filmversion erfolgreichen Stoffes gehört. Glenda Jackson, geboren 1936, die nach der Schulzeit Verkäuferin in einer Apotheke war, begann anschließend eine Theaterkarriere, unter anderem mit der Royal Shakespeare Company, und arbeitete im Film mehrfach mit dem Regisseur Ken Russell zusammen. Russell verhalf ihr 1969 auch mit der Rolle der Gudrun in seiner Skandalverfilmung des Romans von D.H. Lawrence zum „Oscar“ für die beste weibliche Hauptrolle (der Skandal lag in der damals freizügigen Inszenierung einer lesbischen Beziehung). Jackson spielt zumeist kühle, distanzierte, auch abstoßende, vor allem willensstarke Frauen, denen Unabhängigkeit über alles geht, was unter anderem Peter Finch in dem Drama um eine „ménage à trois“, in „Sunday, Bloody Sunday“ und George Segal in der Komödie „Mann, bist du Klasse“ zu spüren bekamen. Mit Walter Matthau war sie in der Spionagekomödie „Hopscotch“ zu sehen. Jacksons beste Rolle ist die Titelrolle in Joseph Loseys „Die romantische Engländerin“ an der Seite von Michael Caine und Helmut Berger. Jacksons emanzipierte Frauen, die oft unter dem Druck von Mobbing und Klassenverhältnissen agieren müssen, schreiten vielfach zur Tat: in dem sie die Schildkröten des Londoner Zoos freilassen („Ozeanische Gefühle„) oder Dates in einem In-Restaurant haben („Therapie: zwecklos“). Die weiteren Filme unter Russells Regie („Salomes letzter Tanz„, „Der Regenbogen“) blieben erfolglos. Jackson kehrte immer wieder zur Bühne zurück, wo ihre eigentliche Heimat ist. 1990 wurde sie als Abgeordnete der Labour Party ins Britische Unterhaus gewählt.

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