Bilderstrecke starten(24 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Giulietta Masina

Leben & Werk

Sie ist die gute Fee schlechthin, die Güte in Person, die ausgebeutete Unschuld, der weibliche Clown und die engelhafte, den Tränen nahe Naive. Aus ihrem Gesicht spricht Toleranz, Verständnis und Verzeihen, obwohl sie vielfach Prostituierte mit energischem Auftreten gespielt hat. In der Filmgeschichte lief ihre Karriere parallel zu der ihres Mannes, des Regisseurs Federico Fellini, den sie während des Zweiten Weltkriegs bei Radiosendungen kennen lernte und 1943 heiratete und den sie nach einer 50jährigen Ehe 1994 nur um vier Monate überlebte. Giulietta Masina gehörte zu den Schauspielerinnen des Neorealismus und trat mit ihren dritten Film als verlotterte Tänzerin in „Lichter des Varieté“ in das Universum Fellinis ein, wo sie mit der Rolle der herumgestoßenen und von Anthony Quinn als Zampano gekauften Gelsomina in „La Strada“ 1954 Weltruhm erlangte. Der nächste gemeinsame Film „Die Nächte der Cabiria„, in dem sie als Vorstadthure von einem Beamten um ihr Lebensglück gebracht wird, brachte ihr den Darstellerpreis in Cannes als Beste Hauptdarstellerin. In den folgenden Jahren trat sie relativ selten auf (u.a. in der deutsch-französischen Irmgard-Keun-Verfilmung „Das kunstseidene Mädchen“) und war wieder Zentrum in Fellinis „Julia und die Geister“ als von spiritistischen Sitzungen angezogene vernachlässigte Ehefrau. Masina zog sich allmählich vom Film zurück und erlebte 1985 an der Seite von Marcello Mastroianni ein Comeback in Fellinis „Ginger und Fred„, wo die beiden ein gealtertes Revue-Paar spielten, das im italienischen Privatfernsehen „vorgeführt“ wird, sich aber seine Würde bewahrt. In ihrem vorletzten Film spielte sie als „Frau Holle“ die Titelrolle.

Filme und Serien

Videos und Bilder

Wird oft zusammen gesucht

Kommentare