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Leben & Werk

Das Auffälligste an Gisela Trowe waren ihre großen forschenden Augen, die oft kokett blickten, um die Umwelt in Grenzen zu halten, damit sie Zeit genug hat, das Gegenüber abzuschätzen. Im Zusammenklang mit ihrem großen Mund kam es daher gelegentlich zu komischen Nebeneffekten, auch wenn sie als Komikerin selten auftrat. Meist spielte sie krisengeschüttelte Frauen, die sich durchschlagen müssen. Gelegentlich, vor allem in ihren Altersrollen, umgab sie sich mit einem Hauch des künstlich aufgebauschten Mysteriösen.

Gisela Trowe wurde 1922 in Dortmund geboren und agierte nach Schauspielunterricht in Berlin auf den Bühnen Bochums, Dortmunds und Berlins. 1944 heiratete sie den Regisseur Thomas Engel („Pünktchen und Anton“). Trowe war zeitweise am Kabarett der Komiker in Berlin engagiert. Da sie hauptsächlich am Theater arbeitete, war ihre Filmografie überschaubar. Sie debütierte in „Affäre Blum“, einem Klassiker des deutschen Nachkriegsfilms, als Zeugin in einem Mordfall aus der Zeit der Weimarer Republik. An der Seite von Peter Lorre stand sie in „Der Verlorene„, an der Seite von Heinz Rühmann in „Keine Angst vor großen Tieren“ vor der Kamera. Vom Film vergessen, arbeitete Trowe für das Fernsehen und wurde im Alter in den 1990er-Jahren mit Serien wie „Ein Bayer auf Rügen“ in tragenden Nebenrollen populär. Sie brachten ihr die Hauptrolle in der Ingrid-Noll-Verfilmung „Kalt ist der Abendhauch„(2000) ein, wo sie an der Seite von Heinz Bennent rührend eine vergangene Liebesgeschichte mit verpassten Gelegenheiten erinnerte. Trowe gehörte zum Ensemble der Edgar-Wallace-Parodie „Der Wixxer„.

Mit ihrer rauchigen Stimme war sie auch als Synchronsprecherin (für Melina Mercouri, Gina Lollobrigida, Simone Signoret) tätig. Sie hat zwei Töchter aus erster Ehe und lebte zuletzt in Hamburg, wo sie im April 2010 verstarb.

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