Giovanni Ribisi

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Leben & Werk

Mit seinen tiefen Augensäcken im breiten bleichen Gesicht wirkt er verschlossen, apathisch, introvertiert und melancholisch, gelegentlich hinterhältig, mit rollenden Augen nah am Wahnsinn und schmierig – und genau diese Palette von Eigenschaften hat Giovanni Ribisi seit seinem Spielfilmdebüt in Tom Hanks‘ Musikfilm „That Thing You Do“ (1995, als jüngstes der vier Bandmitglieder) durchexerziert.

Seine intensiven Darstellungen komplexer Charaktere machten ihn schnell zum gefragten Schauspieler in tragenden Nebenrollen (im Suchtrupp von Steven SpielbergsDer Soldat James Ryan„, als Cop in „Mod Squad“, als verschuldeter Mechaniker-Bruder von Nicolas Cage in dem Autodiebstahl-Actioner „Nur noch 60 Sekunden„). Als geistig zurückgebliebener herzlicher Junge, der sich in die ebenfalls leicht behinderte Juliette Lewis verliebt, zeigte er in Garry MarshallsGanz normal verliebt“ eine feinfühlig anrührende Darstellung, die die plakativen Momente des Films überspielte.

In „Risiko – Der schnellste Weg zum Reichtum“ spielte Ribisi den 19-jährigen Seth, der es vom Keller einer knallharten Maklerfirma in den Kreis smarter Yuppies an der Wall Street schafft und auf Betrug und Korruption stößt. In Sam Raimis „The Gift“, einem Mystery-Thriller aus dem tiefen amerikanischen Süden, war er der traumatisierte Mechaniker Buddy, der in einer Schockszene seinen Vater in Flammen aufgehen lässt. Von der Liebe zu einer jungen Attentäterin getrieben, verhalf Ribisi als junger Carabinieri in Tom Tykwers „Heaven“ Cate Blanchett zur Flucht, ebenso wie sie wissend, dass es für sie kein Happy End geben kann.

Zu den wichtigeren Nebenrollen Ribisis zählte der eitle Fotograf John, der in Sofia Coppolas preisgekröntem „Lost in Translation“ seine Frau (Scarlett Johansson) für ein paar Tage in einem Hotel in Tokyo zurücklässt, wo sie zarte Bande mit dem abgehalfterten US-Star Bob (Bill Murray) knüpft. Als verletzter Soldat war Ribisi im vertrackten Militärthriller „Basic“ einer von nur zwei Rückkehrern einer Trainingseinheit im Dschungel, während er als rechte Hand des Titelhelden in „Sky Captain and the World of Tomorrow“ die Funktion des Q der Bond-Filme inne hatte. Den Ingenieurs-Nerd gibt er auch im Abenteuer „Der Flug des Phönix“, während er in der galligen Komödie „The Big White“ als karrierebesessener Versicherungsagent überzeugte.

Als Hauptdarsteller spielte Ribisi in „Eine italienische Hochzeit“ den schüchternen Kellner Angelo, dem es mit einem Photo seines Bruders gelingt, eine Frau aus Italien als Braut in seine australische Kleinstadt zu locken, und der dann (zunächst) große Schwierigkeiten hat, sie von seinen Vorzügen zu überzeugen.

Ribisi trat in mehreren TV-Serien auf und gehörte als Frank Jr. zum Stamm der Kultserie „Friends„.

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